Zahlreiche Ökonomen vertreten die Ansicht, daß eine flexible regionale Lohnpolitik die richtige wirtschaftspolitische Antwort auf regionale Arbeitsmarktprobleme darstellt. In Deutschland weist die regionale Lohnstruktur jedoch seit langem wenig Flexibilität auf. In der Arbeit wird gezeigt, daß sich dies nicht aus dem wettbewerblichen Marktgeschehen heraus erklären läßt. Es sind vielmehr die beiden Tarifparteien, Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, die eine flexible Reaktion der regionalen Löhne aus organisationspolitischen Gründen nicht zulassen. Darüber hinaus wird dargelegt, daß die politökonomischen Voraussetzungen für eine rigide regionale Lohnpolitik nach deutschem Muster in der Europäischen Union auf absehbare Zeit nicht gegeben sein dürften.
Christian Molitor
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