Die Berücksichtigung des Geschädigtenmitverschuldens gegenüber mehreren Nebentätern ist bis heute ein umstrittenes Thema geblieben. Allen aktuellen Ansichten ist eines gemeinsam: Die Ablehnung des reichsgerichtlichen Lösungsansatzes, der noch bis 1955 allgemeine Anerkennung genoß. Mit dieser Arbeit erfolgt nun erstmals seine Rehabilitierung. Zur Widerlegung des geltenden Meinungsstandes arbeitet sie zunächst die nicht haltbare Hauptthese der herrschenden Ansichten heraus. Kernpunkt der weiteren Untersuchung ist die Erkenntnis der Abwägungsmethode, die den Hintergrund der sogenannten «Haftungs- und Zurechnungseinheiten» bildet. Die konsequente Weiterführung dieser methodischen Grundlagen ermöglicht eine Neuorientierung und Klärung offener Fragen der gängigen Mitverschuldensdogmatik.
Klaus-Günter Otzen
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«Schon wegen ihrer...bestechenden Abwägungsmethode wird sich eine vertiefte Beschäftigung mit dieser Arbeit lohnen.» (Dirk-Ulrich Otto, Neue Zeitschrift für Verkehrsrecht)
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