Bei seiner anthropologischen Deutung der Religion beruft sich Ludwig Feuerbach vornehmlich auf Martin Luther. Absicht dieser Abhandlung ist es, in Auseinandersetzung mit der bisherigen Forschung das Verhältnis Feuerbachs zu Luther geschichtlich so genau wie möglich im Hinblick auf Ursprung, Zeit und Dauer seines Lutherstudiums sowie auf die Art seiner Inanspruchnahme der Gedanken Luthers für seine Religionsinterpretation darzustellen. Außer Feuerbachs Schrifttum werden hier zum ersten Mal die vielen Exzerpte aus Luthers Schriften in Feuerbachs Nachlaß in der Absicht untersucht, neue Sachverhalte und Beziehungen ans Licht zu bringen. In einem Anhang wird eine tabellarische Übersicht sämtlicher aufgefundener Lutherstellen in Feuerbachs Schriften und Exzerpten gegeben, die auch für andere Forscher von Nutzen sein wird.
Arve Brunvoll
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«Das Buch bietet sowohl einen weiterführenden Beitrag im Kontext der Feuerbach-Forschung als auch für die theologie- und rezeptionsgeschichtliche Frage nach der Bedeutung Luthers in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.» (Thomas K. Kuhn, Luther)
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