Es gibt Menschen, die auf solche Weise bekannt sind, dass man niemals damit rechnet, ihnen zu begegnen, sie scheinen in einer anderen Welt zu existieren.
Karl Ove Knausgård ist dem Künstler Anselm Kiefer an vielen Orten auf der Welt begegnet, unter anderem in Donaueschingen, seinem Geburtsort, und in dem gigantischen Atelier Kiefers in Paris, in dem er lebt und arbeitet. Er hat mit Kiefer über seine Kunst gesprochen, getrieben vom Wunsch und dem Bemühen, zu verstehen, was diese Kunst bei uns bewirkt, wenn wir sie betrachten, und woraus sie ihre Inspiration bezieht. Wie können Bilder ohne Menschen aufgeladen sein mit dem Menschlichen? Wie kann eine leere Landschaft aufgeladen sein mit Geschichte? Wie sieht sie eigentlich aus, die Beziehung zwischen der Kunst und dem Künstler? Und wer ist Anselm Kiefer?
Ausstattung: vierfarbige Abbildungen
Karl Ove Knausgård auf den Spuren eines deutschen Künstlers, der sich wie kein anderer mit den Tabus von Nachkriegsdeutschland und kultureller Zerissenheit auseinandersetzt.
Anselm Kiefer ist einer der bekanntesten deutschen Künstler der Gegenwart.
»Ein Geschenk für alle Kunstliebhaber. Karl Ove Knausgård schreibt klug und mitreißend über das Mysterium in der Kunst … Er ist ein guter Pädagoge, denn er nimmt die Leser mit auf die Reise, so dass sie etwas mehr vom Verhältnis zwischen Kunst und Leben verstehen … tiefschürfend und faszinierend.« (Emil Otto Syvertsen, Fædrelandsvennen)
»Knausgårds Ekphrasen, also Beschreibungen von Kunst, sind so solide und mitreißend, dass sie die Leser zu Betrachtern machen … « (Thula Kopreitan, Subjekt)
Mit zahlreichen s/w-Fotos von Paolo Pellegrin und farbigen Aquarellen von Anselm Kiefer.
»Knausgårds geduldiges Nachbohren führt zu einem komplexen Porträt des Menschen Anselm Kiefer … seine Sensibilität, sowohl für den Menschen Kiefer als auch für seine Kunst, macht das Buch zu einer wertvollen Einführung in ein künstlerisches Werk, über das noch viel mehr geschrieben werden kann.« (Espen Hauglid, Morgenbladet)
Karl Ove Knausgård
Karl Ove Knausgård wurde 1968 geboren und gilt als einer der wichtigsten norwegischen Autoren der Gegenwart. Die Romane seines sechsbändigen, autobiographischen Projektes "Min Kamp" wurden weltweit zur Sensation. Sein großer »Morgenstern«-Romankosmos um das plötzliche Auftauchen eines neuen Sterns am Himmel lotet die Abgründe menschlichen Lebens aus und fasziniert mit seiner Soghaftigkeit auf ähnliche Weise. Das Essayistische ist eine treibende Kraft in Knausgårds schriftstellerischem Werk, das in 35 Sprachen übersetzt ist und vielfach preisgekrönt. 2015 erhielt Karl Ove Knausgård den WELT-Literaturpreis, 2017 den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur, 2022 nahm er in Kopenhagen den Hans-Christan-Andersen-Literaturpreis entgegen. Er lebt in London.
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»Das schmale Buch, das Knausgård jetzt veröffentlicht, handelt von dem Versuch, sich Kiefer zu nähern, ihn zu verstehen: den Künstler als Menschen, aber auch seine Kunst - und nicht nur seine Kunst, sondern auch die Kunst schlechthin.«
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»Bei einem Autor wie Knausgård ist es so unvermeidlich wie selbstverständlich, dass eine Annäherung an Anselm Kiefer auch zu einem Buch über sich selbst und die eigene Suchbewegung geworden ist. Das macht den besonderen Reiz dieses faszinierenden Künstlerbuches aus.«
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»Knausgårds Buch hat Elemente eines Kunstessays, eines Reisebuches und es liefert einen ausgezeichneten Blick in das Atelier des Künstlers.«
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»In ›Der Wald und der Fluss‹ lässt sich viel über die Arbeiten Anselm Kiefers lernen, es gibt Abbildungen seiner Werke, luzide Überlegungen zu seinem Umgang mit Geschichte, mit Material, mit Literatur, mit Mythen. Mehr noch aber ist dieser Essay eine Reflexion über das Verhältnis von Kunstwerk und Künstler. Und man darf vermuten, dass Knausgård dabei nicht nur über Anselm Kiefer schreibt, sondern auch über sich selbst.«
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»Man kann es wie mit diesem Buch als ein Geschenk erleben, wenn die Künste sich begegnen und daraus etwas Neues entsteht.«
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»In Knausgårds Literatur wird der Mensch eins mit dem Werk, bei Kiefer bleibt er stets ungreifbar. Diese Spannung ist es, die ›Der Wald und der Fluss‹ zu einem herausragenden Buch über Kunst macht.«
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