»Ich bin es leid, dass alles zu Material wird. Ich will einmal nur leben, um zu leben.«
Die nahe Zukunft: Therapie, Strafvollzug und Optimierungswahn sind im Zeitalter künstlicher Intelligenz ununterscheidbar geworden. »Der neunte Kreis« ist eine Geschichte über artifizielle Kunst, verschwimmende Grenzen der Urheberschaft und die Täuschbarkeit menschlicher Wahrnehmung. Sophie Stein entwirft in diesem hochaktuellen Roman das beklemmende und zugleich zutiefst komische Bild eines Höllentrips, in dem hundert Jahre simulierten Lebens in wenigen Sekunden durchgespielt werden können.
»Ich bin es leid, dass alles zu Material wird. Ich will einmal nur leben, um zu leben.«
»Der neunte Kreis« ist eine Geschichte über artifizielle Kunst, verschwimmende Grenzen der Urheberschaft und die Täuschbarkeit menschlicher Wahrnehmung. Sophie Stein entwirft in diesem hochaktuellen Roman das beklemmende und zugleich zutiefst komische Bild eines Höllentrips, in dem hundert Jahre simulierten Lebens in wenigen Sekunden durchgespielt werden können.
Die nahe Zukunft: Therapie, Strafvollzug und Optimierungswahn sind ununterscheidbar geworden. Nachdem Ond an einem experimentellen Resozialisierungsprogramm teilgenommen hat, um einer Gefängnisstrafe zu entgehen, beginnt ihre Wahrnehmung der Welt zu zerfallen. Was als zweite Chance beginnt, wird zu einem stillen Absturz aus der Wirklichkeit. Die Realität verschiebt sich, Erinnerungen werden porös, Körper und Begehren folgen einer eigenen, neuen Logik. Gemeinsam mit ihrem ehemaligen Partner gerät sie in ein vielschichtiges System aus Resonanzräumen, endlosen Büroebenen einer KI-Firma und grotesken Prüfungen, die an Dantes Höllenkreise erinnern. »Der neunte Kreis« ist eine radikale, zuweilen satirische Erkundung von Kontrolle, Schuld und der Frage, was vom Menschen und Menschlichkeit übrig bleibt, wenn alles, aber auch wirklich alles, messbar und verwertbar wird.
Eine aufregende junge literarische Stimme
Für Leserinnen und Leser von Sibylle Berg, Theresia Enzensberger und Raphaela Edelbauer
Sophie Stein
Sophie Stein studierte Literaturwissenschaften in Berlin und San Cristóbal de La Laguna. Ihr erster Roman »Amanecer« erschien 2020, seither wurde ihr literarisches und interdisziplinäres Schaffen mehrfach ausgezeichnet. 2024 las sie beim Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt. Derzeit arbeitet sie an ihrem dritten Roman.
Digitalisierung Überwachung 1984 soziale Kontrolle Selbstoptimierung KI Zukunft Wahrheit Realitätsverlust Matrix künstliche Intelligenz Überwachungsstaat GRM neoliberal Internet Überwachnung Sybille Berg