Erweiterte Neuausgabe zum 100. Geburtstag Ingeborg Bachmanns am 25. Juni 2026
Ina Hartwig entdeckt in ihrer erfolgreichen Biographie in Bruchstücken eine andere Ingeborg Bachman. Die Dichterin wurde längst zum Mythos der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. Ihre divenhaften Auftritte und die frühe Berühmtheit, die Beziehungen mit Paul Celan und Max Frisch und nicht zuletzt ihr rätselhafter, tragischer Tod sorgten für ein glamouröses Bild.
Ina Hartwig schaut hinter die Fassade und entdeckt in zahlreichen Gesprächen mit Zeitzeugen wie Hans Magnus Enzensberger, Martin Walser oder Henry Kissinger eine andere Persönlichkeit: Ingeborg Bachmann als politisch denkende Intellektuelle und Medienprofi, als Dichterin, die trotz all ihrer Gefährdungen überrascht mit Witz und lebenspraktischer Klugheit.
Ina Hartwig
Ina Hartwig studierte Romanistik und Germanistik in Avignon und Berlin. Neben Lehrtätigkeiten an der FU Berlin, in St. Louis und Göttingen war sie viele Jahre lang verantwortliche Literaturredakteurin bei der »Frankfurter Rundschau« und arbeitete ab 2010 als freie Kritikerin, Autorin und Jurorin. 2011 wurde sie mit dem Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik und dem Caroline-Schlegel-Preis der Stadt Jena ausgezeichnet, 2015/16 war sie als Fellow am Wissenschaftskolleg in Berlin. Seit 2016 ist Ina Hartwig Kulturdezernentin in Frankfurt am Main.
Mythos Leben Enzensberger Walser Kalter Krieg Kulturpolitik Nachkriegszeit Kissinger Politik Intellekt Literatur Anspruchsvolle Literatur Porträt berühmte Schriftstellerinnen
Statt Gottesdienst für eine Ikone endlich ein kluges Buch über die Dichterin in ihrer Zeit, voller neuer Einsichten und O-Töne von Zeitgenossen […]
Verena Lueken ()
Noch eine Bachmann-Biographie? Ja, eine, die nicht versucht, sie zu überhöhen, und der es gelingt, ihre Widersprüchlichkeit und ihr Drama angenehm undramatisch zu beschreiben.
Julia Encke ()
Ina Hartwigs Buch [...] reißt alle Türen und Fenster in der muffigen Bachmann-Kirche auf.
Eva Menasse ()
Eine Biografie, die den Mythos der fragilen Schriftstellerin korrigiert und die Bachmann als ehrgeizige, lebenskluge Intellektuelle zeigt.
()
Ina Hartwig beherrscht die große Kunst der Beiläufigkeit.
Steffen Martus ()
Umso wichtiger ist, dass man hier die Weltläufigkeit, die Intellektualität und vor allem die enorme Kraft der Dichterin wiederentdecken kann – und ihren Humor.
Elke Schlinsog ()
Gestützt auf Nachlassdokumente und Aussagen von Zeitgenossen, gelingt dem Band ein differenziertes Porträt, das Bachmanns intellektuelle Netzwerke offenlegt.
Georg Leisten ()
[…] ungeheuer spannend zu lesen, da verfestigte Bachmann-Bilder ins Fließen geraten.
Beate Tröger ()