Ergründen Sie den tragischen Untergang von Air Berlin, der durch andauerndes strategisches Chaos, massive Schulden und eine verfehlte Preispolitik besiegelt wurde.
Wie konnte die einst beliebteste Urlaubs-Fluggesellschaft der Deutschen, berühmt für ihre Schokoherzen und den familiären Charme, zu einem chaotischen, milliardenschweren Schulden-Moloch mutieren, der am Ende verzweifelt zerlegt und verkauft werden musste? Die Insolvenz von Air Berlin im Jahr 2017 war das Resultat jahrelanger katastrophaler Orientierungslosigkeit im Management.
Unter Gründer Joachim Hunold versuchte Air Berlin krampfhaft, alles gleichzeitig zu sein: Billigflieger für Mallorca-Touristen, aber auch Premium-Linie für Geschäftsreisende auf Langstreckenflügen. Dieser ständige Spagat zerstörte die Kostenstruktur völlig. Das Unternehmen kaufte Konkurrenten wie LTU und dba, integrierte sie jedoch nie sauber in das System. Selbst die massiven finanziellen Finanzspritzen des arabischen Großaktionärs Etihad Airways konnten das blutende System nur künstlich am Leben halten, bis auch in Abu Dhabi die Geduld endgültig riss.
Dieses eindringliche wirtschaftliche Lehrstück seziert den Mangel an strategischem Fokus. Es dokumentiert die chaotischen IT-Umstellungen, die ständigen und erfolglosen CEO-Wechsel und die emotionalen letzten Flüge der treuen Crews.
Vermeiden Sie die tödliche Falle der unklaren Positionierung. Der Untergang von Air Berlin zeigt, dass ein Geschäftsmodell, das versucht, jedem Kunden gerecht zu werden, unweigerlich scheitert.
Hellmut Scholz
Author
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