Kurzprosa zwischen Kalifornien und Berlin. Begegnungen, Erinnerungen, aufeinanderfolgende Stimmungen, wie Songs auf einem Mixtape.
Pink Hour ist der Augenblick, in dem das Licht sein Rosapurpurviolett über den Himmel auskippt, bevor es in der Dunkelheit versickert. Könnte man die Wolken auswringen und die Pigmente des Lichts auffangen, ein vergebliches Unterfangen, eines das nur Zauberern der blauen Stunde gelingt, ließen sich damit die weißen Yasminblüten einfärben, die in der Erinnerung blühen und duften.
Dieses Textbündel aus Notizen, Tagebucheinträgen, Anekdoten, die flüchtig dahin getippt oder gekritzelt sind, dieses Bündel, mit klammen Fingern geschnürt, geht nun auf Wanderschaft. Und bevor das Buch in deiner Hand noch einen Schluckauf bekommt, lasse ich sie los, die Gedanken an den Text. Da dies ein Waschzettel ist, möchte ich dir den Pflegehinweis nicht vorenthalten. Wenn du das Buch wäschst, bitte kalt und ohne Wasser.
Lee Noir
Lee Noir lebt und schreibt zwischen den Jahreszeiten. Die Texte entstehen unterwegs, in Küchen, auf Parkbänken, in S-Bahnen, überall dort, wo das Leben kurz stillhält und jemand zuhört. Pink Hour ist das erste Buch.
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