Eine ungewöhnliche Berliner Freundschaft zwischen Abitur und Einbürgerung, mit einer zarten Liebesgeschichte. Berlin bietet die Bühne für Fragen nach Identität, Heimat und „Dazugehören“.
Mo kennt zwei Welten: die Geschichten aus Damaskus und den Beton von Berlin. Hier macht er Abitur, spricht vier Sprachen – und fühlt sich doch oft wie ein Gast. Der Abi-Ball scheint die Eintrittskarte in ein Leben „wie die anderen“ zu sein. Ein Abend, der sagt: Du gehörst dazu.
Doch auf dem Parkett gibt es keinen Platz für Unsicherheit. Als eine Tanzschule ihn nach seinem Nachnamen plötzlich „doch nicht aufnehmen kann“, scheint der Traum zu platzen. Bis Mo im Bus Agnes begegnet, einer älteren Deutschen, die früher mit ihrem Mann über jedes Parkett der Stadt schwebte – und seit seinem Tod keinen Schritt mehr gewagt hat.
Auf engem Raum, zwischen Plattenspieler und Wohnzimmerteppich, üben sie Takt, Haltung und Vertrauen. Er bringt Minztee und Erinnerungen mit, sie Walzer und alte Tanzfilme. Schritt für Schritt bauen sie eine Brücke zwischen Generationen, Kulturen und Verlusten.
Doch die Frage bleibt: Wird Mo den Mut finden, sie zu überqueren, wenn die Musik angeht und alle hinschauen?
Maren Thunert
Ich schreibe seit frühester Jugend Gedichte, Kurzgeschichten, Theaterstücke, Elfchen, Novelle, Romane. Nach meiner Ausbildung zur Poesiepädagogin leite ich nun selbst Kurse und inspiriere andere zum Schreiben eigener Geschichten. Neben dem Schreiben gehört meine Liebe dem Theater, dem Meer, meiner Familie natürlich und natürlich der Literatur.
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