Make oder Buy ist die falsche Frage. Die dritte Option heißt Wrap. Eine Architektur-Disziplin in neun Fallstudien aus einem EU-souveränen Open-Source-Stack.
In Architektur-Sitzungen prallen zwei Vokabulare aufeinander: Senior Engineers haben fertige Open-Source-Lösungen vor Augen, CTOs sehen eine Abhängigkeit, die nicht im eigenen Haus liegt. Beide haben recht — und reden aneinander vorbei, weil zwischen Make und Buy eine dritte Option fehlt: Wrap. Eine reife OSS-Komponente adoptieren, sie in den eigenen Operations-Kontext packen, sie um die paar Prozent ergänzen, die fehlen — und sie ansonsten behandeln wie ein internes Service-Vertical.
Neun Fallstudien aus einem konsequent EU-souveränen Plattform-Stack führen durch Identity (Zitadel), Infrastructure-as-Code (OpenTofu), Kubernetes-Distribution (Talos), GitOps (FluxCD), Networking (Cilium), Container-Registry (Harbor), Code-Hosting (Forgejo), Datenbank-Operator (CloudNativePG) und Linting-Toolchain. Plus drei Migrations-Geschichten, in denen die ursprüngliche Wrap-Wahl revidiert werden musste — und die zeigen, dass eine Wrap-Wahl keine Lösung ist, sondern eine Option mit definierter Lebensdauer.
Für Senior Engineers, Tech Leads und CTOs, die Architekturentscheidungen treffen oder begründen müssen. Architecture Line, Band 1.
Sascha M. Willomitzer
Sascha Willomitzer ist Plattform-Architekt und Gründer von The Chameleon Way. Er baut Software-Plattformen für regulierte Branchen — vor allem dort, wo EU-Souveränität, lange Lebenszyklen und kleine Teams aufeinandertreffen. Seine Bücher bündeln die Disziplin, die seine Teams aus jahrelanger Praxis destilliert haben.
Plattform-Architektur Open-Source-Strategie Software-Architektur Cloud-Native EU-Souveränität Make-or-Buy KI-gestützte Architekturarbeit