Wie ist in der Evangelisch-Theologischen Fakultät Tübingen während der NS-Diktatur über die Anwendung von Gewalt reflektiert worden, welcher Gewalt war man ausgesetzt, wie hat man sich angepasst?
In der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur ist es in vielfältiger Weise zur Ausübung von Gewalt gekommen, auch im Bereich der Universität Tübingen. Untersucht und dargestellt wird, in welcher Weise im Bereich der Evangelisch-Theologischen Fakultät Tübingen über die Anwendung von Gewalt reflektiert worden ist und welchen Formen von Bedrängung und Gewaltanwendung man ausgesetzt war. In welchem Maße hat man sich angesichts dessen in den Mainstream der nationalsozialistischen Ideen, Erwartungen und Anordnungen ein- und angepasst? Was lässt sich belegen angesichts der nur lückenhaft erhaltenen Akten der Fakultät?
Jürgen Kampmann
Prof. Dr. theol. Jürgen Kampmann, von 2006 bis 2025 Inhaber des Lehrstuhls für Kirchenordnung und Neuere Kirchengeschichte der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen, von 2002 bis 2006 ehrenamtlicher Leiter des Instituts für Westfälische Kirchengeschichte an der Evangelisch-Theologischen Fakultät Münster, zuvor bzw. zugleich tätig als Pfarrer im (Gemeinde-)Pfarrdienst in der Evangelischen Kirche von Westfalen in Bünde-Ahle, dem Kirchenkreis Lübbecke und in Porta Westfalica-Hausberge.
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