In den Funksprüchen der Wächter standen jene Worte, die die Panzer nicht in die Normandie schickten.
Dieser Roman erzählt von einem Netzwerk aus Lügen, das die Gezeiten der Invasion veränderte: vom ersten gefassten deutschen Agenten in London bis hin zu den Funksprüchen, die Hitler überzeugten, dass die echte Schlacht noch nicht begonnen hatte. In das Kartenzimmer der britischen Täuschungsabteilung verflochten sich die Biografien getarnter Spione – eines spanischen Abenteurers, einer idealistischen Agentin, eines müden Geheimdienstlers – und machten aus ihren Doppel‑ und Mehrfachleben ein Waffenarsenal, das keine Schrapnelle verschoß, aber Divisionen in Nordfrankreich bewegte. Die Geschichte folgt einem fiktiven subalternen Offizier, der die täglichen Falschmeldungen über sechs nicht existierende Divisionen absegnet, während er zugleich die Wahrheit eines Sterbens in der Normandie ahnt. Zwischen Einschätzungsmemo, abgefangener Funkspruch und der Nacht des 5. Juni 1944 fragt sich: Wer kontrolliert wen, wenn jeder Agent letztlich nur eine Spielmarke in einem Krieg ist, der längst von Geistern entschieden wird?
Magnus Fuchs
Ein Logistik-Überlebender von Liefer-Schocks, skizziert Selbsthilfe-Krisenbewältigung, Business-Kettenverfestigungsmethoden und historische Überblicke über Handelsstörungen von antiken Routen bis heute.
D‑Day Täuschung Doppelagenten Zweiter Weltkrieg Double Cross System Operation Fortitude Geheimdienstgeschichte militärische Täuschung Spionagefiction