Die 9 klassischen Mach-bezogenen Begriffe wurden von internationalen Forschern auf fast 1000 erweitert. Definitionen finden sich im Anhang des Buches.
Der Wissenszuwachs in den Naturwissenschaften ist ein mühsamer und langsamer, aber demokratischer Prozess. Von Wissenschaftlern auf internationaler Ebene bestätigt, verbessert er den aktuellen Stand von "Wissen mit Gewissheit." Experimente liefern quantitative Daten, die für die Entwicklung von Analysen beobachteter Phänomene sehr hilfreich sind – ein philosophisches Konzept, das als empirische Erkenntnistheorie bekannt ist. Ernst Mach (1838-1916) , Physiker, Wissenschaftshistoriker und Philosoph, erkannte den großen Wert von Experimenten mithilfe der induktiven Methode, die hier anhand eines Flussdiagramms beschrieben wird. Als Professor für Mathematik an der Universität Graz (1864/67) interessierte sich Mach für das Weber-Fechner-Gesetz im Bereich der Psychophysik, die sich mit dem Verhältnis von Sinnesempfindungen zu physikalischen Reizen befasst, und leistete dazu wichtige Beiträge. Als Professor für Physik an der Universität Prag (1867–1895) erkannte Mach, dass das menschliche Auge und andere Sinne zu langsam sind, um Überschallbewegungen im unteren Mikrosekundenbereich räumlich und zeitlich aufzulösen. Mach's undogmatische Methodik, flexiblen Ansätze und geschickt durchgeführten Versuche resultierten in bahnbrechenden Erkenntnissen. In den Jahren 1903-1943 wurden 9 klassische Mach-bezogenen Begriffe geprägt: Mach-Kegel, Mach-Winkel, Mach-Welle und Mach-Linie (Prandtl & Meyer 1903); Mach-Zahl (Ackeret 1929); Mach-Zehnder Interferometer (Schardin 1933); und Mach-Reflexion, Mach-Scheibe und Mach-Stamm (von Neumann 1943). Mach's Studien in Gasen – ein Gebiet heute der instationären Gasdynamik zugeordnet – regten interdisziplinäre Resonanzen in vielen S&T Bereichen an. Die 9 Begriffe wurden mithilfe fortschrittlicher Diagnosemethoden und verfeinerter numerischer Analysen von internationalen Forschern auf fast 1000 erweitert. Definitionen finden sich im Anhang des Buches in einem Wörterbuch mit 1270 Literaturstellen.
Peter O.K. Krehl
The author, born in 1940 in Berlin-Charlottenburg, studied Electrical Engineering and Physical Acoustics at the Technical University Berlin (TUB): Dipl.-Ing. 1966, Honorary Graduation Medal; and Dr.-Ing. 1969. His research at TUB was partly described in his doctoral thesis, dealing with flash radiographic studies of shock-wave phenomena produced by high-voltage electric discharges in dielectric liquids. Based on a grant from the German-American Fulbright Commission at Bad Godesberg, he spent two years as a visiting scientist at Stanford Research Institute (SRI, Menlo Park, CA) and known for its studies of shock waves, explosions, impact, and dynamic materials behavior. Thereafter, he became a staff member (19752005) at FhG-EMI, where he was involved in the processing of research projects.
Gas Dynamics Free-Surface Hydrodynamics Geophysics Astrophysics Dusty Plasma Physics GHz Electro-Optical Telecommunications Shock Wave Physics