Rodolpho Głowacki Głowacki Das Gesicht von Gestern

Das Gesicht von Gestern

von Rodolpho Głowacki

Sechs Geschichten aus dem Amt für Physiognomische Angelegenheiten

EUR 24,99

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Beschreibung

In einer Welt, in der Gesichter über Nacht getauscht werden, verliert ein Beamter die Kontrolle über das Einzige, was ihm noch geblieben war – sein eigenes Antlitz.
In einer Welt, in der Menschen über Nacht die Gesichter anderer annehmen können, arbeitet Oswaldo Trettin als pedantischer Sachbearbeiter im Amt für Physiognomische Angelegenheiten – jener bürokratischen Institution, die sich mit den Wirren des spontanen Gesichtstausches befasst. Seit zwölf Jahren führt er ein Leben von minutiöser Ordnung: Er heftet Akten mit exakt zwei Kilogramm Druck, füllt Formulare aus und hat ein ausgeklügeltes System entwickelt, um vor dem Einschlafen an nichts zu denken. Denn wer an jemanden denkt, kann mit dessen Gesicht aufwachen. Doch eines Morgens steht Oswaldo vor dem Spiegel und blickt in das Gesicht seiner Vorgesetzten Hannelore Quast. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ist das Undenkbare geschehen. Was folgt, ist eine kafkaeske Odyssee durch Amtsstuben, Wartezimmer und die absurden Regelwerke einer Gesellschaft, die versucht, das Unkontrollierbare zu verwalten. Rodolpho Głowacki entführt uns in sechs meisterhaft verwobenen Geschichten in eine surreale Parallelwelt, in der Identität zur Verhandlungssache wird und Bürokratie auf existenzielle Verunsicherung trifft. Mit trockenem Humor und präziser Sprache erzählt er von Menschen, die zwischen den Gesichtern gefangen sind – von der jungen Frau, die das Gesicht ihrer verstorbenen Großmutter trägt, vom Beamten, der systematisch alle seine Kollegen durchlebt, von der Psychologin, die herausfinden will, wer sie wirklich ist, wenn ihr Gesicht austauschbar wird. Diese Geschichten sind zugleich grotesk und bewegend, absurd und erschreckend vertraut. Sie stellen Fragen nach dem Kern unserer Identität: Wer sind wir ohne unser Gesicht? Was bleibt von uns übrig, wenn das Äußerlichste zum Flüchtigsten wird? Und kann eine Gesellschaft funktionieren, in der man morgens nicht weiß, wen man im Spiegel sehen wird? Ein literarisches Juwel für Liebhaber des skurrilen Realismus und alle, die Kafka imAmt für verlorene Gesichter treffen möchten.

Autor*in

Rodolpho Głowacki
Rodolpho Głowacki ist ein Autor für surreale und absurdistische Literatur. Seine Geschichten erforschen die Schnittstellen zwischen Bürokratie, Identität und der menschlichen Physiognomie auf subtile und verstörende Weise. Mit einem feinen Sinn für das Grotesque und einer Vorliebe für methodisch aufgebaute Erzählungen schafft Głowacki Welten, in denen das Alltägliche ins Phantastische kippt. Seine Arbeiten zeichnen sich durch präzise Prosa und einen trockenen Humor aus, der tiefgreifende Fragen über Selbstwahrnehmung und behördliche Kontrollmechanismen aufwirft. Głowacki lebt zurückgezogen und widmet sich vollständig seinem literarischen Schaffen.

Themen in »Das Gesicht von Gestern«

Kafkaeske Bürokratie Dystopie Identität Körpertausch Science Fiction absurdistische Erzählungen Staat surreale Geschichtensammlung Verwandlung Kafka ähnlich moderne Literatur Amtsschrecken Absurdismus Körper Politik Dystopie

Stimmen zu »Das Gesicht von Gestern«

Details

ISBN: 9783565300105
Verlag: epubli
Erscheinung: 07.03.2026

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