Marko O. G. Schaumburg Schaumburg Schaumburgs Analyseschriften / Reformperspektiven des Online-Vertragsrechts

Schaumburgs Analyseschriften / Reformperspektiven des Online-Vertragsrechts

von Marko O. G. Schaumburg

Sind neutrale Vermittlungsinstanzen für Online-Verträge erforderlich?

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Beschreibung

Dieses Buch analysiert die Regelungslücke des digitalen Vertragsrechts und entwickelt ein schlüssige Grundlage für eine Reform.
Das heutige Vertragsrecht ist für die digitale Welt nicht geschaffen. Jeden Tag geben Millionen von Menschen Willenserklärungen im Internet ab – beim Kauf, bei Abonnements, bei App-Berechtigungen oder beim Cookie-Consent. Doch im Gegensatz zu analogen Verträgen fehlt im digitalen Raum eine neutrale Infrastruktur, die Identität, Inhalt, Zeitpunkt und Verbindlichkeit solcher Erklärungen zuverlässig belegt. Während Behörden, Banken, Versicherungen und das Gesundheitswesen längst über hochregulierte digitale Systeme verfügen, bleibt der allgemeine Online-Vertragsverkehr weitgehend ungeschützt. Die Folge ist eine strukturelle Rechtsunsicherheit, die Verbraucher belastet, Unternehmen verunsichert und manipulative Geschäftsmodelle begünstigt. Dieses Buch analysiert die Regelungslücke des digitalen Vertragsrechts und entwickelt ein schlüssiges Reformmodell: neutrale, rechtlich regulierte Vermittlungsinstanzen, die digitale Willenserklärungen beweisbar, nachvollziehbar und rechtsverbindlich machen. Es zeigt, wie eine solche Struktur technisch, organisatorisch und europarechtlich umgesetzt werden kann – dezentral, interoperabel, datenschutzkonform und marktwirtschaftlich tragfähig. Zugleich wird aufgezeigt, wie eine reformierte Infrastruktur die digitale Wirtschaft stärkt, die Gerichtsbarkeit entlastet und den Schutz der Verbraucher verbessert. Anhand des Mediensektors wird veranschaulicht, wie die heutige Logik intransparenter Tracking- und Consent-Praktiken entsteht – und warum eine rechtsstaatliche Infrastruktur nicht nur Probleme löst, sondern neue, fairere Geschäftsmodelle ermöglicht. Eine fundierte, unabhängige Analyseschrift, die juristische Systematik, technisches Verständnis und gesellschaftliche Verantwortung verbindet – und einen konkreten Vorschlag liefert, wie der digitale Vertragsraum rechtsstaatlich erneuert werden kann.

Autor*in

Marko O. G. Schaumburg
Marko O. G. Schaumburg ist Autor und interdisziplinärer Wissenschaftstheoretiker mit Schwerpunkt auf strukturgenetischer Theorie und Geltungslehre. Sein Denken verbindet mathematisch-systemtheoretische Grundlagen mit philosophischer Anthropologie, Theologie, Gesellschaftsanalyse und praktischer Orientierung. Im Zentrum seiner Arbeiten steht die Frage, unter welchen Bedingungen menschliches Denken, Handeln, Erkennen und Zusammenleben tragfähig fortgesetzt werden können. Schaumburg versteht seine Bücher als Beiträge zu einer erneuerten Orientierungskultur: wissenschaftlich sorgfältig, philosophisch grundlegend und anschlussfähig an die Lebenswirklichkeit von Menschen, Institutionen und Gesellschaft.

Themen in »Schaumburgs Analyseschriften / Reformperspektiven des Online-Vertragsrechts«

Online-Vertragsrecht Digitale Willenserklärung Vermittlungsinstanz / Trust Service Digitale Identität und Consent-Management Verbraucherschutz im Internet EU-Digitalrecht (eIDAS DSGVO)

Stimmen zu »Schaumburgs Analyseschriften / Reformperspektiven des Online-Vertragsrechts«

Details

ISBN: 9783565108015
Verlag: epubli
Erscheinung: 26.11.2025

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