„Denker“ ist der Titel der grotesken Umerziehungsgeschichte, in der ein Junge auf den "Pfad der Tugend" geführt werden soll.
„Denker“ ist der Titel der grotesken Umerziehungsgeschichte, die sich beschäftigt mit dem negativen Sozialverhalten eines elfjährigen Jungen, der im Zusammenleben mit anderen Leuten immer wieder dreistes Fehlverhalten zeigt, sich jedoch stets vor Bestrafung schützen kann, indem er sich zum Schein für seine Entgleisungen entschuldigt. Als man seiner Unehrlichkeit auf die Schliche kommt, entschließen seine enttäuschten und genervten Eltern sich zu einer ungewöhnlichen Erziehungsmaßnahme, indem sie ihren unartigen Sohn an einen zwielichtigen Schrotthändlier namens King verkaufen. Als Gefangener auf einem abgelegenen Schrottplatz in der Wildnis soll der Ich-Erzähler durch den Aufsicht führenden Rohling King lernen, sein eigenes Fehlverhalten zu reflektieren, um ein friedensfähiges Mitglied der Gemeinschaft zu werden. Wie es dem Jungen, der mit Beginn seines Aufenthaltes in der Gefangenschaft unentwegt an Flucht denkt, ergeht, wird an dieser Stelle nicht verraten. Nähere Einzelheiten der Handlung erzählt Erhard Schümmelfeder in seiner struwwelpädagogischen Lügengeschichte.
Erhard Schümmelfeder
Erhard Schümmelfeder, Erzieher und Schriftsteller, geboren 1954 in Beverungen a.d. Weser, Verfasser von Romanen, Erzählungen, Gedichten und Aphorismen über Menschen dieser Zeit.
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