Das Buch bietet sowohl analytische Beobachtungen, als auch unmittelbare Eindrücke eines nahezu unbekannten Systems. Es ist ein Beitrag zur Zeitgeschichte, zur Ideologie und zur Praxis der Diplomatie.
Dieses Buch gewährt außergewöhnliche Einblicke: Es dokumentiert zweiundzwanzig Reisen des für Nordkorea zuständigen Projektleiters einer politischen Stiftung in das Herz des nordkoreanischen Systems – über einen Zeitraum von mehreren Jahren hinweg, zu Gesprächen mit Regierungsvertretern, Parteikadern und Wissenschaftlern, stets im Spannungsfeld zwischen offizieller Linie, kulturellem Ritual und persönlichem Subtext.
Das daraus entstandene Tagebuch ist kein Reisebericht im klassischen Sinne, sondern ein politisches Dokument. Es reflektiert Kommunikationsstile, ideologische und kulturelle Konstanten, Veränderungspotentiale – und die Grenzen des Dialogs mit einem Regime, das sich durch absolute Kontrolle und symbolische Machtinszenierung definiert.
Walter Klitz
Der Autor hat viele Jahre im politischen Bereich im In- und Ausland gearbeitet. So leitete er das Büro des ersten Parlamentarischen Geschäftsführers einer Fraktion im Bundestag. Nach seinem Wechsel zu einer politischen Stiftung war er verantwortlich für die Leitung ihrer Auslandsbüros in Tallinn (1994-1996), in Washington (2001-2005), in Seoul (2007-2012) und in Jerusalem (2012-2016). Weiterhin hat er im Rahmen der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit politische Parteien in 19 Ländern der Welt sowohl organisatorisch als auch inhaltlich beraten und neue Dialogkanäle eröffnet.
Nordkorea Ideologie Kim Jong-il Sechs Parteien-Gespräche Sozialismus Entnuklearisierung