Vor einigen Jahren habe ich ein Buch vom Kaspergraf v. Pocci für einen Euro auf einem Flohmarkt in München erworben. Ich ließ das Buch erst unbeachtet etliche Jahre in einer Schublade liegen.
Vor einigen Jahren habe ich ein Buch vom Kaspergraf v. Pocci für einen Euro auf einem Flohmarkt in München erworben. Ich ließ das Buch erst unbeachtet etliche Jahre in einer Schublade liegen. Das arg zerfledderte Buch von Graf Franz Pocci mit dem Titel „Für fröhliche Kinder“ aus dem Jahr 1926 hat mir eine Buchbinderin sehr aufwendig restauriert. Einige zum Teil unleserliche Fragmente konnte ich dank des Archivs der Blutenburg München ersetzen. Ein Kasperlgedicht aus dem Buch „Kasperl bei den Menschenfressern“ hat mir dann meine verlorenen Kindheitserinnerungen zurückgebracht. Im Buch "Fritzi der Strizzi, a frecha Lausbua, stehen die Lausbubengeschichten im Mittelpunkt. Ich verweis auf mein Buch:" Das Plumpsklo meines Großvaters", in dem die tragischen Aspekte und geschichtliche Elemente ein wesentlicher Bestandteil sind. Deshalb chronologisch als Zeitzeuge von 1941-1957 von mir beschrieben. Im vorliegendem Buch sind diese Erlebnisse autobiografisch im Hintergrund. Das Fritzi Buch soll auch den jungen Lesern Spaß machen. In der Zeit vor 1945 und nach der Stunde 0 1945 waren für uns Kinder die zerbombten Häuser und die Ruinen ein einziger Spielplatz. Es war ein Abenteuerland, dass sich die heutige Jugend gar nicht vorstellen kann. Gleichzeitig ging es auch ums Überleben. Es gab ja nichts mehr. Man lebte vom Schwarzmarkt, fuhr zum Hamstern auf`s Land. Die Reichsmark war nichts mehr wert. Der Übergang zur DM Markt ab 1948 war die Zigarettenwährung. Meine Lausbubengeschichten spiegeln die damalige Zeit zurück.
Friedrich Oswald
Friedrich Oswald wurde am 16. April 1938 als Einzelkind in München geboren. Seine Frohnatur machte sich schon in früher Kindheit bemerkbar. Mit vier Jahren war er schon Stammgast in einem Kasperltheater. Er entdeckte seine Begabung für Tierstimmen. Im Frühjahr 1944 schockte er die Patienten seines Vaters mit dem Kuckuck, erst nach Stunden wurden die Verschollenen im Luftschutzbunker entdeckt. Seine Lausbubenstreiche erinnern an Ludwig Thoma und Wilhelm Busch, die er in seinen Geschichten ausgezeichnet beschrieben hat. Seine Kindheit hat er präzise und humorvoll über die Kriegsjahre und Nachkriegszeit in München in seinen Erzählungen beschrieben
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