Birgit Birnbacher Birnbacher Sie wollen uns erzählen

Sie wollen uns erzählen

von Birgit Birnbacher

Roman

EUR 24,00

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Beschreibung

Nach »Wovon wir leben« erzählt Bachmannpreisträgerin Birgit Birnbacher in ihrem neuen Roman sensibel und literarisch vom Umgang mit Neurodivergenz Oz ist anders, er hat ADHS und tut sich schwer in der Schule, aber diesmal ist ihm etwas wirklich Blödes passiert. Auf dem Heimweg wünscht er sich deshalb zumindest eine kleine Katastrophe, die seine Mutter von dem Brief der Lehrerin, den er ihr geben muss, ablenken würde. Als Oz nach Hause kommt, ist Ann – auch sie ausgestattet mit einem flirrenden Nervenkostüm – nicht wie vermutet in Zeugnis-Feierlaune, sondern es ist tatsächlich etwas passiert. Die Zilly-Oma, die in den Bergen lebt, ist weg … Intensiv, humorvoll und mit großer Empathie erzählt Birgit Birnbacher von der Liebe einer Mutter, die mit sich und gegen andere kämpft, um ihr Kind gegen die Zuschreibungen von außen zu verteidigen – und sei es letztlich mit dem Erzählen selbst. Ein Roman über die Chancen, die der Wildwuchs im Denken eröffnet. Haben die, die sich nicht anpassen können, unserer überreizten Natur und Umwelt womöglich tatsächlich etwas entgegenzusetzen? »Birgit Birnbacher beherrscht sie noch, diese älteste und edelste Kunst: das lebendige Erzählen als seelenrettende Maßnahme.« Clemens J. Setz
„Eine Autorin, die einen so genauen sozialen Blick hat." Insa Wilke, WDR3 Gutenbergs Welt „Birnbacher verhandelt das Aufregendste und Herausforderndste, was es gibt - das ganz normale Leben." Günter Kaindlstorfer, BR Diwan Der große neue Roman der Bachmann-Preisträgerin Ein sensibler, literarischer Roman über das Leben und den Umgang mit Neurodivergenz

Autor*in

Birgit Birnbacher
Birgit Birnbacher, geboren 1985, lebt als Schriftstellerin in Salzburg. Ihr Debütroman »Wir ohne Wal« (2016) wurde mit dem Literaturpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung ausgezeichnet, darüber hinaus erhielt sie zahlreiche Preise und 2019 den Ingeborg-Bachmann-Preis. Bei Zsolnay erschienen zuletzt die Romane »Ich an meiner Seite« (2020), »Wovon wir leben« (2023) und »Sie wollen uns erzählen« (2026).

Themen in »Sie wollen uns erzählen«

21. Jahrhundert ADHS Bachmannpreis Besteller Empathie Erziehung Ingeborg Bachmann Innergebirg Kinder Marguerite Duras Mutter Nerven Neurodiversität Österreich Salzburg

Stimmen zu »Sie wollen uns erzählen«

»Eine der spannendsten, vielseitigsten Autorinnen der deutschsprachigen Gegenwart. Jedes ihrer Bücher hat einen neuen Ansatz, ist überraschend und stets ausgesprochen klug.« Christoph Schröder »Eine rasante, ganz tolle Erzählerin, die es unglaublich schnell schafft, Situationen herzustellen und Figuren greifbar zu machen.« Sandra Kegel, SWR Bestenliste, 02.06.26 »Die wirklich originelle Sprache von Birnbacher, zeichnet sich außerdem durch einen wirklich großen Humor aus ... Ich bin wild begeistert... Es ist eine große literarische Leistung, uns die Lebenswelt eines Neunjährigen so anschaulich zu werden lassen, dass man sich an seine eigene Kindheit unwillkürlich erinnerit.« Denis Scheck, SWR Bestenliste, 02.06.26 »Birnbacher erreicht mit diesem Roman eine außerordentliche Intensität.« Cornelia Geißler, Berliner Zeitung, 16.05.26 »Wenn man dem Roman etwas vorwerfen will, dann vielleicht seine Konsequenz: Er verweigert die große Dramatisierung zugunsten einer permanenten leisen Reibung. Doch gerade darin liegt seine literarische Kraft. Birnbacher zeigt einmal mehr, dass das Politische nicht im Ereignis liegt, sondern in den Strukturen – und in den Geschichten, die wir über uns selbst und andere erzählen. Und vielleicht ist das auch die eigentliche Zumutung dieses Romans: dass er sich weigert, seine Figuren zu erklären. Stattdessen zeigt er, wie schnell wir selbst beginnen, es zu tun. Sie wollen uns erzählen ist damit weniger ein Roman über Abweichungen als über den Drang, sie zu benennen – und entlarvt genau darin die Gewalt, die im scheinbar harmlosen Erzählen liegt.« Sophia Zessnik, taz, 02.05.26 »Ein bedeutende Beitrag zu ADHS - inhaltlich wie literarisch.« Michael Luisier, SRF Kultur, 21.04.26 »Ein wunderbar konzentrierter, berührender Roman, der mit literarischer Finesse vermittelt, wie verschieden unsere Wahrnehmung ist – ganz egal, ob wir ‚knisternde Nerven‘ haben oder nicht.« Andrea Gerk, WDR Westart Lesen, 08.04.26 »Birnbacher erzählt mit feinem Witz und Tiefgang von einer Mutter-Sohn-Beziehung, in der ADHS nicht zum Defizit, sondern einer anderen Wahrnehmung wird ... Wie man sich durch Geschichten gegenseitig bestärken kann, wie Erzählen tröstet und rettet, davon erzählt dieser starke, berührende Roman.« Elke Schlinsog, DLF Kultur, 28.03.26 »Wieder gelingt Birgit Birnbacher das Kunststück, aus dem Leben Literatur zu destillieren; aber so, dass es auch in literarisierter Form noch immer nach prallem Leben riecht … Die teilnehmende Beobachtung ohne bewertende Vereinnahmung, ist die Schreibhaltung, die Birgit Birnbacher auszeichnet ... Ein leidenschaftliches Plädoyer für das Nicht-Normative, das Nicht-Konformistische, für den Wildwuchs.« Bernd Melichar, Kleine Zeitung, 28.03.26 »Birgit Birnbacher ist eine glanzvolle Erzählerin und eine elegante Stilistin, der es mühelos gelingt, in ihrer österreichischen Road-Novel viel Witz mit leichtfüssigem Ernst zu vereinen.« Rainer Moritz, NZZ, 25.03.26 »ADHS, das zeigt dieser herausragende Roman, ist mehr als eine Diagnose. Es bedeutet eine andere, vielleicht sogar intensivere Gefühlswelt, von der Menschen, die sich aus welchen Gründen auch immer für normal halten, eine Menge lernen können ... Eine ungemein berührende, manchmal unheimliche Geschichte, die gleichwohl ein bildstarkes und beruhigendes Ende findet.« Carsten Otte, SWR Kultur, 17.03.26 »Es wird nicht einfach beschrieben, sondern durch die Geschichte veranschaulicht - eine Art literarische Empirie, könnte man sagen ... Literatur kann uns vielleicht helfen, einander besser zu verstehen. Birgit Birnbachers Roman zeigt, wie das gelingen kann.« Daniel Grabner, FM4, 17.03.26 »Mit schnörkelloser und zugleich hochliterarischer Sprache rückt Birnbacher stets nahe an Figuren heran, die sich abseits klassischer Erfolgsbiografien bewegen … Ein berührender und zugleich witziger Text und eine zarte Geschichte der Selbstermächtigung.« Paula Pfoser, Ö1, 17.03.26 »Birnbacher kann's! ... Birnbacher entwickelt einen ganz eigenen, lebensechten Ton beim Schreiben … Es bleibt ein anderes Fühlen und Verstehen für etwas Wesentliches aus der Wirklichkeit. Das kann gute Literatur.« Wolfgang Schütz, Augsburger Allgemeine, 14.03.26 »Birnbachers einfühlsames, humorvolles und zugleich gesellschaftskritisches Porträt einer Mutter-Sohn-Beziehung nähert sich aus der Perspektive des Alltags.« Irina Kilimnik, Presse Spectrum, 14.03.26 »Birnbacher beherrscht eine Sprache, eine Fantasie, die angstlos dem Vorurteilsbehafteten entgegentritt … Der Roman entwickelt einen unglaublichen Sog, weil sie eine Meisterin kleiner Cliffhanger ist … und findet Sprache für Sprachlosigkeit.« Bernhard Flieher, Salzburger Nachrichten, 14.03.26
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Details

ISBN: 9783552075214
Verlag: Zsolnay, Paul
Erscheinung: 17.03.2026

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