Die Doo Dads singen "My Girl" im Radio, und der 14jährige Gary verbringt den Sommer 1956 vorwiegend mit wenig bildungsfördernder Lektüre und dem heimlichen Küssen seiner Kusine. Doch als der gute Onkel Sugar ihm eine Schreibmaschine schenkt, kommt die Erkenntnis: Gary will Starjournalist des "New Yorker" werden - bis dahin übt er sich als Reporter der örtlichen Baseballspiele und Verfasser von skurrilen, gruseligen Geschichten.
Ironisch und mit liebevollem Blick zurück auf die eigenen Teenagertage erzählt Garrison Keillor vom Erwachsenwerden im Minnesota der fünfziger Jahre - und lässt den Leser dabei tief in die uramerikanische Seele blicken.
Garrison Keillor
20. Jahrhundert 21. Jahrhundert Humor Unterhaltung USA
"Keillor ist ein melancholischer Humorist, einer, bei dem man schon lacht, wenn er nur 'Lutheraner' sagt. Oder schreibt. Denn die an sich deprimierenden Fifties-Zustände werden aus der Perspektive eines Heranwachsenden mit gesundem Verstand, also subversiv geschildert. Das Schöne und Aktuelle an den selbstreflexiven Passagen des Buches ist, dass es Verständnis für die religiösen Wurzeln Amerikas zeigt, zugleich aber die hoffnungslosen Verirrungen ihrer selbstsicheren Vertreter bloßstellt - und das noch dazu mit sichtlichem Vergnügen."
Michael Freund, Der Standard, 16.08.03
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