Auf der Flucht vor den rassistischen Schlägern des »Elan National« hetzen Karim Kemal, Franzose nordafrikanischer Abstammung und der Italo-Franzose Alexandre Barbieri quer durch Frankreich von Nancy nach Marseille. Ihre atemlose Reise führt die ungleichen Gefährten zugleich tief ins Herz der französischen Gesellschaft: Rassismus, Drogen, explosive Vorstädte…
Ein erzählerisches Meisterwerk von hoher Aktualität.
Baru
Baru, eigentlich Hervé Baruléa, geboren am 29. Juli 1947 in Thil (Meurthe-et-Moselle) in Lothringen, lebt heute in der Nähe von Nancy. Nach seiner Ausbildung zum Sportlehrer entdeckte Baru die Comics als Ausdrucksmittel und begann Mitte der Siebzigerjahre mit dem Zeichnen. Erste Veröffentlichungen in »Pilote« 1982, erstes Album bei Dargaud 1984. Beeinflusst von der Comic-Kunst eines José Muñoz fand Baru allmählich zu seinem eigenen künstlerischen Ausdruck, auf den man die Begriffe »innovativ«, »sensibel« und »engagiert« anwenden könnte. Auffällig in Barus Arbeit sind das fiktiv-autobiografische Moment, die »Erinnerungsarbeit« und das Alltägliche, in dem seine Geschichten verankert sind. 1991 begann Baru eine groß angelegte Arbeit für das japanische Verlagshaus Kodansha, woraus der zuerst in Tokyo erschienene Manga-Band »L''Autoroute du Soleil« erwuchs (im April 1995 bei Kodansha, im September bei Casterman). Seit 1999 erscheint ebenfalls bei Casterman die Reihe »Die Sputnik Jahre«, von der mit »Der Elfmeter«, »Ich bin der Anfüher!« und »Biep-biep« bislang 3 Alben vorliegen.