Die Geschichte der radikalen Abkehr eines jungen Menschen von den Normen und Lebenslügen der bürgerlichen Gesellschaft
Am Frankfurter Bahnhof biwakiert ein junger Mann. Bepackt mit einer Blechtasse, einem Tauchsieder und Heideggers Sein und Zeit ist er aus dem Internat abgehauen, in das ihn seine Großeltern gesteckt haben, nachdem seine Mutter sich umgebracht und sein Vater sich als erziehungsunfähig erwiesen hat. Fortan ist er gezwungen, in dem emotionalen Ruin zu leben, in den seine Familie ihn getrieben hat. In seiner jugendlichen Hybris meint er, sich der Gesellschaft radikal verweigern und dem Leben als reiner Ästhet begegnen zu können, jenseits von Gut und Böse. Er ist ein Kinogänger, ein Leser, ein Schreibender, er ist ein Getriebener und Triebhafter, ein von seiner Fantasie Gequälter. Vielleicht ist er der letzte Mensch, der in der bundesrepublikanischen Gegenwart der Siebzigerjahre nach etwas sucht, das die Wirklichkeit übersteigt.
Das weiße Blatt Papier ist die Beschreibung eines Versuchs, den Wahnsinn aus dem eigenen Kopf zu exorzieren. Es ist ein Blick in den Abgrund, sowohl in den metaphysischen als auch in den gesellschaftlichen und familiären. Ein unversöhnlicher Roman voller makabrem schwarzem Humor.
Die Geschichte der radikalen Abkehr eines jungen Menschen von den Normen und Lebenslügen der bürgerlichen Gesellschaft
Ein Spätwerk, das die Metaphysik in die deutsche Gegenwartsliteratur zurückholt
Eine Abrechnung mit den Eltern, den 68ern, der BRD und eine Auseinandersetzung mit der RAF
Oskar Roehler
Oskar Roehler, geboren 1959, ist Schriftsteller und Regisseur. Seine Romane erscheinen seit 2011 bei Ullstein. Oskar Roehler ist verheiratet und lebt in Berlin.
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« (...) der möglicherweise beste deutsche Schriftsteller unserer Tage und Jahre lebt und arbeitet noch.»
Maxim Biller ()
«Solche poetischen Wagnisse sind heute selten.»
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«In seinem teils surrealen, teils grotesken und humorvollen Roman weist Oskar Roehler der Literatur und dem Schreiben eine heilsame Funktion zu.»
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