WARUM WIR OPFER HASSEN
In Talkshows, in Bundestagsdebatten, am Abendbrottisch – überall wird über Opfer gesprochen. Doch zunehmend sind damit nicht Menschen gemeint, denen Unrecht widerfahren ist. Sondern solche, die die Harmonie stören, die als verweichlicht gelten, die andere herunterziehen oder sich über sie stellen wollen. Opfer – das ist längst ein Vorwurf geworden. Wenn Menschen nicht so viel jammern würden, heißt es, hätten wir nicht so viele Probleme. Doch was passiert mit einer Gesellschaft, wenn Sensibilität als elitär gilt, das Recht des Stärkeren dagegen als egalitär und authentisch?
Alice Hasters beschreibt einen medial verstärkten kulturellen Wandel, der nicht zufällig mit einem Aufschwung von Autoritarismus und Faschismus einhergeht. Mit intellektueller Unruhe und unbeirrter Klarheit benennt sie die verheerenden Folgen dieser Politik und stellt ihnen die politische Kraft der Verbundenheit gegenüber.
»Die Gewalt umgibt uns. Kein Milieu, keine Kultur, keine Klasse sind vor ihr immun. Schaffen wir es, sie als das zu sehen, was sie ist?«
Überall wird über Opfer gesprochen. Doch immer häufiger sind damit nicht Menschen gemeint, denen Unrecht widerfahren ist. Sondern solche, die die Harmonie stören, die als verweichlicht gelten, die andere herunterziehen oder sich über sie stellen wollen. Wenn sie nicht so viel jammern würden, heißt es, hätten wir nicht so viele Probleme. Härte gegen andere gilt als zunehmend erstrebenswert – und während an Opfer unmenschlich hohe Ansprüche gestellt werden, verändern mächtige Bündnisse patriarchaler Komplizenschaft unsere Welt zum Schlechteren.
Alice Hasters beschreibt einen kulturellen Wandel, der nicht zufällig mit einem Aufschwung von Autoritarismus und Faschismus einhergeht. Was passiert mit einer Gesellschaft, in der Sensibilität als elitär gilt? Und das Recht des Stärkeren als authentisch? Mit intellektueller Unruhe stellt sie der Ausbreitung der neuen Härte die politische Kraft der Verbundenheit gegenüber.
»Eine kluge, ehrliche und reflektierte Zeitdiagnose.« Claas Christophersen, NDR Kultur über Identitätskrise
»Hasters Worte haben eine starke Wirkkraft, gerade weil sie Widersprüche aushält. Ihre gesellschaftlichen Analysen sind intelligent und ihre Forderungen nach Veränderung sind herausfordernd und zugleich hoffnungsvoll.« Naomi Asal, Mephisto 97.6
Die fundierte Analyse eines kulturellen Wandels: Härte gilt zunehmend als authentisch und gesund, das »Recht des Stärkeren« als Leitfaden für Politik
Ein Plädoyer für die politische Kraft der Verbundenheit
Bestseller-Autorin Alice Hasters ist aktuell eine der wichtigsten intellektuellen Stimmen des Landes
Alice Hasters
Alice Hasters wurde 1989 in Köln geboren. Sie lebt und arbeitet als Autorin und Publizistin in Berlin. Sie war unter anderem für die Tagesschau tätig und moderierte bei Deutschlandfunk Nova und dem RBB. Mit Maxi Häcke spricht sie im Podcast Feuer & Brot über Feminismus und Popkultur. Ihr erstes Buch Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten belegte Platz 5 der Jahresbestsellerliste Sachbuch im Paperback 2020. Im gleichen Jahr wurde sie zur Kulturjournalistin des Jahres gewählt. Zuletzt erschien ihr Buch Identitätskrise.
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Eine kluge Zeitdiagnose
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»Man kann sich keine bessere Begleitlektüre wünschen als Alice Hasters' neues Buch, um über den Umgang mit Collien Fernandes und anderen Gewalt-Betroffenen zu reflektieren… Mit ihrer besonnenen, zielsicheren Analyse der Hauptfigur unserer intensivsten Diskurse liefert Hasters das richtige Buch zur richtigen Zeit.«
Eva Szulkowski ()
»Ihre genauen Beobachtungen und scharfsinnigen Analysen reiht Hasters locker aneinander, fügt persönliche Impressionen und selbstreflexive Überlegungen ein.«
Renate Kraft ()
»Auch wenn sie selbst von Anfeindungen betroffen ist, sucht Alice Hasters nach einem objektiven Blick. Sie geht selbst auf die Suche und nimmt ihre Leser mit… Klug analysiert Hasters, wie die neue Härte zum politischen Rechtsruck geführt hat. Ihr Ziel ist eine gerechtere Gesellschaft, in der Opfern geholfen wird, statt sie als Versager beiseitezuschieben.«
Vera Drude ()