Leila Guerriero ist eine der angesehensten Journalistinnen Lateinamerikas. Ihre brillanten Reportagen lassen uns eintauchen in eine Welt, in der die Folgen der Globalisierung, aber auch die Spuren der Vergangenheit allgegenwärtig sind. In eindrücklichen Bildern erzählt sie von einer Anthropologin, die Massengräber untersucht, um die namenlosen Opfer der Diktatur zu identifizieren. Von einem 2,30 Meter großen Riesen, der zum gefeierten Basketballstar aufstieg, ohne etwas von den Folgen seiner Karriere zu ahnen. Von einer Schönheitsberaterin, die den Verkauf von Anti-Falten-Cremes mit missionarischem Eifer betreibt, und von einem Kardiologen, der als Freddie-Mercury-Klon sein Publikum zum Rasen bringt.
Strange Fruit ist eine Auswahl bewegender, spannender und überraschender Geschichten, die beweisen, dass die Wirklichkeit so phantastisch ist wie ein Roman.
Leila Guerriero ist die vielleicht angesehenste Journalistin Lateinamerikas. Ihre bestechenden Reportagen nehmen uns mit ans südliche Ende des Kontinents, und doch sind sie exemplarisch und von einer verblüffenden Allgemeingültigkeit in der heutigen globalisierten Welt. Sie erzählt von einer Gruppe junger Studenten, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Toten in den Massengräbern der Diktatur zu identifi zieren – und mit ihren Methoden mittlerweile im Kongo wie im Kosovo gefragt ist. Von der absurden Welt der Direktvertriebs-Unternehmen, für deren zumeist weibliche Vertreterinnen ihr Label so etwas wie eine Ersatzfamilie ist und die den Verkauf mit missionarischem Eifer betreiben. Leila Guerriero erzählt wahre Geschichten mit dem Rhythmus und der Sinnlichkeit eines guten Romans. Ähnlich wie Joan Didion ist sie eher Schriftstellerin als Journalistin.
Leila Guerriero
Leila Guerriero, geboren 1967 in Junín, Argentinien, lebt seit 1984 in Buenos Aires. In einer Rede gestand sie einmal, dass sie nie irgendeinen Studiengang oder auch nur Kurs für Journalisten besucht hat. Ihre Reportagen zeichnen sich durch gründliche Recherche und eine hohe literarische Qualität aus. „Wenn mich die Ausübung meines Berufes eines gelehrt hat“, sagt sie, „dann, dass ein Journalist sich davor hüten muss, eine einzige und beruhigende Antwort auf die Frage nach dem Warum zu geben.“
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