Wissenschaftliche Fakten galten ihm mehr als religiöse Dogmen, unvoreingenommene Forschung mehr als die autorisierte Lehre. Erasmus von Rotterdam forderte die Eliten im 15. und 16. Jahrhundert heraus. Er war die Lichtgestalt des frühen liberalen Denkens – und ist uns als solche bis heute ein Vorbild. Seine Biografie ist zugleich ein Kaleidoskop des europäischen Umbruchs zur Moderne.
»Über Erasmus zu schreiben und damit in die Fußstapfen von Johan Huizinga zu treten, schafft hohe Erwartungen – und diese hat Sandra Langereis erfüllt.« Volkskrant
Wissenschaftliche Fakten galten ihm mehr als religiöse Dogmen, unvoreingenommene Forschung mehr als die reine Lehre. Erasmus von Rotterdam war für die Eliten der frühen Neuzeit eine Reizfigur. Aber er war auch die Lichtgestalt des frühen liberalen Denkens und ist uns als solche bis heute ein Vorbild. Erasmus von Rotterdams Werdegang im Europa des späten 15. und frühen 16. Jahrhunderts ist der spannende Lebensweg eines Menschen, der in der Umbruchsphase der Renaissance, des Humanismus und der Reformation gegen viele Widerstände um seine intellektuelle Unabhängigkeit und eine vernunftbetonte, tolerante Kultur rang. In ihrer preisgekrönten Biografie stellt Sandra Langereis die komplexen historischen Zusammenhänge zu Erasmus‘ Lebenszeit dar: Zwischen Klöstern und Universitäten, aber auch im Lichte der einsetzenden Bildungsreform, der Bedrohung durch die Pest und der damaligen politisch-religiösen Verwerfungen erscheint Erasmus als bahnbrechender Vordenker und Wegbereiter der modernen europäischen Kultur und der neuzeitlichen Geisteswissenschaft.
Erasmus steht für Werte wie Toleranz, Gedankenfreiheit, Friedfertigkeit und Liberalität, die heute mehr denn je propagiert werden müssen.
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Sandra Langereis
Sandra Langereis wurde 2001 an der Universität Amsterdam in Geschichte promoviert. Bis 2013 war sie Dozentin für Geschichte in Amsterdam und Leiden sowie viele Jahre Chefredakteurin der Historisch Tijdschrift Holland. Ihre Erasmus-Biografie wurde 2021 mit dem LIBRIS GESCHIEDENIS PREIS 2021 für das beste historische Werk für ein breites Publikum ausgezeichnet und setzte sich dabei u.a. gegen das neue Buch von David Van Reybrouck durch.
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"Sandra Langereis folgt beeindruckend leichtfüßig dem rastlosen Leben des Erasmus von Rotterdam"
Maren Elisabeth Schwab ()