Emil Nolde, einer der führenden Maler des deutschen Expressionismus, zählt zu den großen Künstlern des 20. Jahrhunderts. Seine ausdrucksstarken, farbintensiven Gemälde und Aquarelle gehören zum Bilderkanon unserer Zeit. Die erfahrene Biographin Kirsten Jüngling legt nun die erste große Nolde-Biographie vor. Auf der Basis umfangreicher Archivstudien und zahlreicher erstmals erschlossener Quellen wirft sie einen neuen Blick auf dieses bemerkenswerte Künstlerleben, in dem sich die großen Umbrüche der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts spiegeln.
Jüngling zeichnet Nolde als einen Mann der Widersprüche: einerseits Sympathisant der Lebensreformbewegung, Bewunderer fremder Kulturen und Anhänger moderner Ausdrucksformen in Kunst und Musik, andererseits zutiefst konservativer Propagandist einer »germanischen Kunst«, Antisemit und NSDAP-Mitglied. Trotz diverser Anbiederungsversuche an die NS-Machthaber wurden seine Werke als »entartet« diffamiert – was ihm nach dem Krieg rasch Rehabilitation und neuen Ruhm einbrachte. Ein spannendes Kapitel deutscher Kultur- und Zeitgeschichte, das Jüngling bravourös zu erzählen vermag.
Brisante neue Erkenntnisse zu Noldes NS-Nähe
Nolde ist einer der beliebtesten Künstler der Deutschen
Die erste große Nolde-Biographie
Kirsten Jüngling
Die Publizistin Kirsten Jüngling, geboren 1949, schrieb hochgelobte Biographien über Elly Heuss-Knapp, Elizabeth von Arnim, Frieda von Richthofen, Franz und Maria Marc, Katia Mann sowie die Doppelbiographie über Schillers Frau Charlotte und deren Schwester Caroline von Lengefeld. 2008 legte sie die erste Biographie von Heinrich Manns Ehefrau Nelly vor. Zuletzt erschien ihre Biographie über Emil Nolde. Kirsten Jüngling lebt in Köln.
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"Wer Aufklärung sucht, kann zum Glück zu Kirsten Jünglings Biografie greifen. Auf knapp dreihundert Seiten erzählt die Autorin klug und kurzweilig Noldes Leben."
Julia Voss ()
„Mit umfangreichen Archivstudien nimmt Jüngling erstmals in dieser Gründlichkeit den ganzen Nolde in den Blick.“
Eva Hepper ()
"Eine brillant geschriebene Studie."
Sebastian Loskant ()
"Mit Fingerspitzengefühl und klugen Beschreibungen gelingt Kirsten Jüngling ein leuchtendes Porträt des Menschen Nolde."
Inge-Marie Drachter ()
„Kirsten Jüngling hat eine faktenreiche und gut geschriebene Lebensbeschreibung Emil Noldes vorgelegt.“
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„Jüngling erzählt in leichtem Ton, doch mit großer Detailkenntnis. (…) Umfassend, kein distanzloses Jubelwerk.“
Maria Ossowski ()