Golo und Hedi haben beschlossen, ihr Leben miteinander zu verbringen. Nur eine U-Bahnstation und einige Jahrzehnte trennen die beiden vom legendären Filmregisseur Billy Wilder. Die drei eint: nicht nur Berlin in den Zwanzigerjahren, sondern auch der Traum von einem Leben in Los Angeles.
In Palo Santo geht es nicht um eine, sondern um drei Aussteigergeschichten, um den Sehnsuchtsort Kalifornien, der unendliche Freiheit verspricht, aber dieses Versprechen nur zu einem hohen Preis einlöst.
»In filmischen Bildern, die an David Lynch erinnern, und einer raffinierten Mischung aus Fakten und Fiktion weckt Sascha Ehlerts Palo Santo unsere in schlaflosen Nächten manchmal kaum auszuhaltende Sehnsucht, nicht Deutsch zu sein, oder am liebsten vielleicht gar keiner Nation anzugehören.«
Frauke Finsterwalder
Golo und Hedi, zwei junge Kulturschaffende, haben beschlossen, ihr Leben miteinander zu verbringen. Nur eine Berliner U-Bahnstation und einige Jahrzehnte trennen die beide vom legendären Filmregisseur Billy Wilder.
Die drei eint: Nicht nur Berlin, sondern auch ein Leben in einem Europa an der Schwelle zur Düsternis. Während Billy ein Deutschland auf dem Weg in den Nationalsozialismus erlebt, sehen Hedi und Golo dabei zu, wie das Freiheitsversprechen ihrer Welt drastische Risse bekommt. Ein Gedanke beim Aufwachen, beim Duschen, beim Bahnfahren: wir gehen lieber zu früh als zu spät. Ihr Weg führt die drei unabhängig voneinander nach Los Angeles, der pulsierenden Metropole zwischen Traum und Alptraum, die sie umgehend in ihren Sog nimmt.
Zwischen Luxussupermärkten und Hollywood-Historie, Palmen und Utopien, feministischen Stripclubs und heiligen Dufthölzern müssen Billy, Hedi und Golo ganz verloren gehen, bevor sie erkennen können, wovor sie davongelaufen sind.
Sascha Ehlerts Romandebüt erzählt ein transatlantisches, die Grenzen der Zeit sprengendes Abenteuer, eingewebt in ein Netz aus Pop- und Filmzitaten. »Palo Santo« ist aber auch: eine Geschichte von der größten Liebe in Zeiten der größten Ungewissheit.
»Eine Geschichte zwischen Träumen und Wachliegen, Fiktion und bitterer Realität, zwischen Schwere und absoluter Leichtigkeit.« Paula Hartmann
»So viel ehrliche Beobachtung und das alles ohne Zynismus« Edwin Rosen
„Palo Santo ist ein wildes Buch, und es kreist um eine schmerzhafte Grundfrage: Wohin würdest du flüchten, wenn es hart auf hart kommt?“ SPIEGEL
Geschichte wiederholt sich nicht, Sascha Ehlerts feinsinniger Roman aber zeigt, dass keine Gegenwart frei von Vergangenheit ist
Vom Verleger zum gut vernetzten Debüt-Autor
Eine Liebesgeschichte jenseits der sogenannten Gegenwart
Sascha Ehlert
Sascha Ehlert, Jahrgang 1987, ist Gründer der Popkulturzeitschrift Das Wetter - Magazin für Text & Musik, die er seit 2013leitet. 2014 hat er den Korbinian Verlag mitbegründet und dort als Co-Herausgeber über 20 Bücher betreut. Er schreibt für Zeitschriften und Zeitungen über Musik, Literatur, Kunst und Film – unter anderem für die taz, FAS und Die ZEIT.
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„Palo Santo ist ein wildes Buch, und es kreist um eine schmerzhafte Grundfrage: Wohin würdest du flüchten, wenn es hart auf hart kommt?“
Tobias Rapp ()