Die Marktstellung produzierender Unternehmen hängt zunehmend vom Einsatz der Informationsverarbeitung und flexibel automatisierter Fertigungsmittel ab. Innerhalb der Auftragsabwicklung haben Leitsysteme die Aufgabe, geplante Fertigungsaufträge in einen optimalen Materialfluß umzusetzen und die planenden Instanzen über den aktuellen Stand der Produktion zu informieren. Eine optimale Integration eines Leitsystems erfaßt auf Grund seiner Stellung in der Auftragsabwicklung die prozeßdefinierenden Systeme, die organisatorischen Systeme sowie die Fertigungsmittel selbst. Die Optimierung des Auftragsflusses erfordert ein regelndes Verhalten des Leitsystems entsprechend den tatsächlichen Ereignissen in der Produktion. Die Analyse bekannter Systeme zeigt, daß die überwiegend zentral organisierten Steuerungssysteme nicht in der Lage sind, Entscheidungen schritthaltend mit dem Fertigungsprozeß zu treffen. Hierfür wird ein Leitsystem - basierend auf einem hierarchischen Ansatz sowie Methoden aus der künstlichen Intelligenz - entwickelt, das als regelndes Führungssystem den Fertigungsprozeß zustandsabhängig und prozeßschritthaltend optimiert. Für die Subsysteme eines hierarchischen Leitsystems wird eine über alle Ebenen einheitliche Grundstruktur, bestehend aus Planungs-, Abwicklungs- und Datentransferebene, entworfen. Speziell für die Abwicklungsebene wird ein konfigurierbares Basissystem entwickelt, das den Einsatz unterschiedlicher Methoden zur Darstellung von Abläufen erlaubt.
Paul Lutz
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