Der Mensch steht besonders im digitalen Zeitalter immer mehr in Abhängigkeit zu seinen ihn umgebenden Technologien. Die Fragen danach, wo der "Mensch" anfängt und wo die "Technik" aufhört, wie mit intelligenten, selbstlernenden Maschinen umzugehen ist, oder wie internationale Beziehungen, Fortschritt oder Informationsaustausch gestaltet werden können, ist dabei ein grundlegend philosophisches Problem. Die Philosophie muss für das 21. Jahrhundert den sich radikal transformierenden Bereichen neuer Technologien mit philosophisch-kritischen Ansätzen und Selbstbewusstsein gegenübertreten.
Die Autoren haben sich zur Aufgabe gemacht, eine Technikphilosophie zu verfassen, die in den Blick nimmt, wie Mensch, Gesellschaft, Wissenschaft und Technologie sich im 21. Jahrhundert verschalten und problematisch wie produktiv ergänzen. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie sich der Mensch und die Gesellschaft mit philosophisch zeitgemäßen Ansätzen den Herausforderungen technologischer Entwicklungen nähern und diesen aufgeklärt begegnen können.
Marco Tamborini
Marco Tamborini lehrt und forscht am philosophischen Institut der Technischen Universität Darmstadt, wo er Privatdozent ist. Seine Forschungsschwerpunkte konzentrieren sich auf die Geschichte und Philosophie der Biologie, bioinspirierte und ingenieurwissenschaftliche Disziplinen (z.B. Biorobotik, synthetische Biologie, verkörperte KI, Biomaterialien, bioinspirierte Architektur) sowie die Philosophie der Technik und Technowissenschaft vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart.
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