Das Moor von Thorsberg im nördlichen Schleswig-Holstein und das Nydam-Moor in Süddänemark gehören zu den herausragendsten germanischen Fundplätzen. Dort wurden im 2.–5. Jahrhundert n. Chr. vollständige Heeresausrüstungen versenkt. Waffen, Rüstungen und persönliche Gegenstände sind die eindrucksvollen Überreste untergegangener Kriegergruppen. Diese einzigartigen Fundplätze zählen zu den bedeutendsten archäologischen Zeugnissen Nordeuropas und stellen die Forschung bis heute vor Rätsel.
Die Funde erzählen von Gewalt und Glauben, von Sieg und Niederlage, von rituellen Handlungen und komplexen Machtstrukturen. Sie sind stumme Zeugen vergangener Kriege – und zugleich Schlüssel zu einer uns heute fremden Welt.
Vorstellung der berühmten Fundplätze Thorsberger Moor und Nydam-Moor
Einblicke in Organisation, Herkunft und Netzwerke frühgeschichtlicher Kriegerverbände
Übersicht zur aktuellen Forschung von Kriegsbeuteopferplätzen
Stefan Burmeister
Stefan Burmeister studierte Vor- und Frühgeschichte, Ethnologie und Geographie. Nach Aufenthalten in der Bodendenkmalpflege hat er 2000 den Weg ins Museum genommen; seit 2007 ist er im Museum und Park Kalkriese. Hier arbeitet er seitdem als Ausstellungskurator, Leiter der Archäologie und Sammlung und seit 2020 als Geschäftsführer.