Verzicht ist ein Wort der Stunde – ein Reizwort. Weniger zu tun als üblich oder nicht mehr zu handeln, wie erwartet, irritiert. Der Band versammelt Beiträge aus verschiedenen Fächern, die unterschiedliche Verzichtsphänomene vom Frühmittelalter bis in die Renaissance, von Island bis Byzanz diskutieren. Die Beiträge verstehen Verzicht als riskantes Unterlaufen gesellschaftlicher Konventionen durch Weniger-Tun, fragen nach seinen Tauschlogiken und Mehrwerten und verorten ihn zwischen Freiwilligkeit und Unfreiwilligkeit.
Philipp Winterhager
Philipp Winterhager ist Mittelalterhistoriker und arbeitet an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er forscht zu Semantiken im Erzählen über materielle Gaben und zum Verzicht auf kirchliche Ämter im Hochmittelalter.
Mittelalterliche Geschichte Verzicht Askese Kulturgeschichte interdisziplinär Mittelalter Mediävistik Nichttun Konventionen Risiko Tausch Freiwilligkeit Unfreiwilligkeit