Wie kann man den Rechten von Menschen mit komplexen Behinderungen auf Förderung und Inklusion Rechnung tragen? Auf welcher moralphilosophischen Basis lassen sich die Ansprüche begründen? Kontroverse Antworten liefert der Fähigkeitenansatz (capability approach) Martha Nussbaums, die in dem Band mit einem bisher unveröffentlichten Beitrag vertreten ist.
Im Zentrum dieses Dialogs zwischen Sonderpädagogik und Philosophie über die normativen Grundlagen des Umgangs mit Schwerstbehinderten steht der Fähigkeitenansatz (capability approach) von Martha Nussbaum, deren Grundlagen-Beitrag die gesellschaftlichen Möglichkeiten behinderter Menschen reflektiert. Renommierte Expertinnen und Experten aus der Sonderpädagogik und der Philosophie beleuchten diesen Ansatz kritisch und entfalten auch alternative theoretische und praktische Vorschläge zur normativen Berücksichtigung von Personen mit komplexen Beeinträchtigungen.
Mit diesem Thema wird eine zentrale gesellschaftliche und bildungspolitische Debatte aufgegriffen und erstmals mit philosophischer Schärfe grundlegend betrachtet. Die hier publizierten Beiträge von Martha Nussbaum sind von großer Bedeutung für ihr philosophisches Denken und ihr Gesamtwerk.
Fokus auf Martha Nussbaums Fähigkeitenansatz
Verzahnung von philosophischer und sonderpädagogischer Perspektive
Mit einem neuen, unpublizierter Beitrag Martha Nussbaums
Beiträge hochrangiger Wissenschaftler, die Nussbaums Ansatz weiterverfolgen
Reinhard Lelgemann
Reinhard Lelgemann ist Professor für Sonderpädagogik und Körperbehindertenpädagogik an der Universität Würzburg.
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