Toleranz spielt nicht zuletzt im Umgang mit Religionen und ihrem Verhältnis zueinander eine große Rolle. Die Anschläge auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo haben die Frage nach ihren Grenzen jüngst ins Zentrum gerückt. Dieser Band zeigt, welche Herausforderungen und Chancen die Verfechtung der Toleranz für die multikulturelle Staatengemeinschaft Europas bietet.
Gibt es Grenzen der Meinungsfreiheit? Was ist an öffentlichen Äußerungen, die religiöse Systeme als »gotteslästerlich« kennzeichnen, zumutbar? Nicht zuletzt die Anschläge in Paris auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo haben diese Fragen wieder ins Zentrum gerückt.
Toleranz ist die Bereitschaft, Ja zu etwas zu sagen, das man eigentlich ablehnt, aber um eines höheren Gutes willen doch akzeptiert. In Europa ist dieses höhere Gut gewöhnlich das friedliche Zusammenleben in einer pluralistischen Gesellschaft. Ist dieses Zusammenleben nicht aber auch auf klare Positionen angewiesen, die eben nicht alles tolerieren?
Der vorliegende Band geht dem Verständnis und der Bedeutung von Toleranz für Europa aus unterschiedlichen Blickwinkeln nach. Er zeigt, dass Toleranz ein Wert ist, der sich erst langsam im Laufe der Geschichte herausgebildet hat und fest mit den Grundpfeilern der europäischen Wertegemeinschaft verbunden ist.
Einziger Sammelband zum Thema Toleranz
Neuartige Schwerpunktsetzung auf den europäischen Kontext
Einbeziehung außereuropäischer Diskurse in die europäische Wertedebatte
Wichtiger Bezug auf aktuelle Debatten
Interdisziplinärer Ansatz
Clemens Sedmak
Clemens Sedmak, geb. 1971, ist F.M. Schmölz Gastprofessor für Sozialethik und Leiter des Zentrums für Ethik und Armutsforschung der Universität Salzburg sowie Professor für Sozialethik an der University of Notre Dame (USA). Davor war er Philosophieprofessor am King’s College London. Bei der wbg ist er Herausgeber der Reihe ›Grundwerte Europas‹ und Mitherausgeber der Reihe ›Topologien des Menschlichen‹.
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