In der Medienöffentlichkeit ist Identitätspolitik zum Kampfbegriff geworden. Als Verbalkeule dient er nicht zum Verständnis von Minderheiten, sondern schürt Emotionen. Dieses Buch möchte zur Versachlichung der Identitätsdebatten beitragen. Es benennt die Potenziale für einen Pluralismus der Identitäten ohne Diffamierungen und zeigt zugleich ihre Grenzen auf. So plädiert Scheller für eine Politik der Potenzialität. Der Liberalismus muss neu überdacht werden und die Möglichkeit des Individuums, sich immer wieder neu zu entwerfen, gegeben sein. Denn wenn über dem Geschäft des Identifizierens harter Realitäten vergessen wird, dass Menschen auch eigensinnige, schöpferische Wesen sind, dann gilt: keine Identifikation ohne Imagination.
Jörg Scheller
Werte Pluralismus Minderheiten Wokeness Political Correctness Demokratie Identitätspolitik Identitäre Philosophie Liberalismus Cancel Culture Freiheit
„Messerscharfe Kritik heutiger identitätspolitischer Praxis“, NZZ, 22.7.2021
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„Scheller schlägt eine wohltuend analytische Schneise durch dieses aufgeheizte Feld." – Maja Beckers, Die Zeit
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„Weder eine Apologie noch eine Verdammung von Identitätspolitik ist seine Sache, vielmehr Klärung, Unterscheidung und (im besten Sinne polemische) Kritik.“ – Tilman Fischer, NZZ
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„…nicht nur als Einführung in identitätspolitische Diskurse zu verstehen, sondern im besten Sinne als Debattenbuch.“ – Tilman Fischer, Der Sonntag-Sachsen
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