Wenig wurde bislang über die erkenntnistheoretische Fundierung der Grounded Theory in der pragmatischen Sozialphilosophie und die daraus resultierenden Konsequenzen für das Verständnis der methodologischen Konzeption wie der praktischen Verfahren geschrieben. Der Band schließt diese Lücke, indem das Erkenntnismodell, ausgehend von den Arbeiten von C.S. Peirce, J. Dewey, G.H. Mead und W. James, vorgestellt und den Spuren nachgegangen wird, die dieses Modell als Geltungsbegründung in der Methodologie der Grounded Theory hinterlassen hat. Dabei geht der Text auch auf die gravierenden methodologischen Unterschiede zwischen der von Anselm L. Strauss geprägten und der von Barney G. Glaser vertretenen Variante von Grounded Theory ein und beschäftigt sich darüber hinaus mit Qualitätsicherung und Gütekriterien in der Grounded Theory.
Das Buch führt in den Forschungsstil der Grounded Theory ein. Ausgehend vom pragmatischen Erkenntnismodell werden die basalen Regeln qualitativer Datenanalyse diskutiert und dabei auch die Divergenz der Ansätze von Anselm L. Strauss einerseits und Barney G. Glaser andererseits herausgearbeitet.
Das Buch zur Grounded Theory
Jörg Strübing
Empirie Epistemologie Erkenntnis Grounded Theory Gütekriterien Methoden Methodologie Qualitative Sozialforschung
"Hier liegt eine gründliche Bearbeitung der theoretischen Ansätze der Begründer der grounded Theory vor, mit der der Autor die von ihm angesprochene Lücke im Bereich deutschsprachiger Veröffentlichungen schließt. Für wissenschaftstheoretische Diskurse ist der kompakte Band sehr zu empfehlen." www.socialnet.de, 03.02.2009
"[...] ein überwiegend gut lesbarer Text, dessen Lektüre allen an Forschungsarbeiten mit der Grounded Theory Interessierten als Ergänzung zu den schon vorliegenden methodisch-technischen How-To-Do-Einführungen zu empfehlen ist." www.qualitative-research.net, 01.12.2005
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