Sabine Knierbein Knierbein Die Produktion zentraler öffentlicher Räume in der Aufmerksamkeitsökonomie

Die Produktion zentraler öffentlicher Räume in der Aufmerksamkeitsökonomie

von Sabine Knierbein

Ästhetische, ökonomische und mediale Restrukturierungen durch gestaltwirksame Koalitionen in Berlin seit 1980

EUR 54,99

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Beschreibung

Seit 1980 erfahren öffentliche Räume einen manifesten ästhetischen Wandel. These ist, dass sich in diesem Gestaltwandel institutionelle Transformationen ausdrücken, die auf veränderte Rollen des Staates und der Märkte bei der Produktion zentraler öffentlicher Räume verweisen. Anhand von ‚gestaltwirksamen Koalitionen’ zwischen Out-of-Home Medienunternehmen und staatlichen Akteuren weist Sabine Knierbein ein jüngeres Phänomen der Stadtproduktion nach: Eine postfordistische Wertschöpfungsstrategie tritt hervor, deren Urheber menschliche Aufmerksamkeiten in öffentlichen Räumen systematisch als knappes Gut bewirtschaften. Wenn aber Koalitionen zwischen Staat und Märkten aus Aufmerksamkeiten de facto Kapital schlagen können, dann steht Staatlichkeit im Zuge der aufkommenden Aufmerksamkeitsökonomie vor fundamentalen Dilemmata einer Rollenbestimmung als Gralshüter öffentlichen Interesses oder als Instanz der Kommodifizierung des Kollektiven. Denn mit der lokalen Ware Publizität wird bereits auf den Finanzmärkten global gehandelt.
Seit 1980 erfahren öffentliche Räume einen manifesten ästhetischen Wandel. These ist, dass sich in diesem Gestaltwandel institutionelle Transformationen ausdrücken, die auf veränderte Rollen des Staates und der Märkte bei der Produktion zentraler öffentlicher Räume verweisen. Anhand von ‚gestaltwirksamen Koalitionen’ zwischen Out-of-Home Medienunternehmen und staatlichen Akteuren weist Sabine Knierbein ein jüngeres Phänomen der Stadtproduktion nach: Eine postfordistische Wertschöpfungsstrategie tritt hervor, deren Urheber menschliche Aufmerksamkeiten in öffentlichen Räumen systematisch als knappes Gut bewirtschaften. Wenn aber Koalitionen zwischen Staat und Märkten aus Aufmerksamkeiten de facto Kapital schlagen können, dann steht Staatlichkeit im Zuge der aufkommenden Aufmerksamkeitsökonomie vor fundamentalen Dilemmata einer Rollenbestimmung als Gralshüter öffentlichen Interesses oder als Instanz der Kommodifizierung des Kollektiven. Denn mit der lokalen Ware Publizität wird bereits auf den Finanzmärkten global gehandelt.
Ästhetische, ökonomische und mediale Restrukturierungen durch gestaltwirksame Koalitionen in Berlin

Autor*in

Sabine Knierbein

Themen in »Die Produktion zentraler öffentlicher Räume in der Aufmerksamkeitsökonomie«

Gestaltwandel Institution Kapital Kommodifizierung Publizität Raumproduktion Regulationstheorie Struktur Valenz

Stimmen zu »Die Produktion zentraler öffentlicher Räume in der Aufmerksamkeitsökonomie«

"[...] diese geballte Ladung aus Fachwissen, Kompetenz, wissenschaftlicher Akribie, Kenntnisreichtum - so hat die Autorin auch zahlreiche Protokolle der Ausschusssitzungen studiert und Artikel aus Tageszeitungen gelesen - ein beeindruckendes Buch, das im Fachbereich mit Sicherheit einen Stammplatz erringen wird." dérive - Zeitschrift für Stadtforschung, 42-2011
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Details

ISBN: 9783531174242
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Erscheinung: 12.05.2010

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