Die Diaspora als Herausforderung für den europäischen Protestantismus. Aufsätze des österreichischen Theologen Wilhelm Dantine, eines der führenden Ökumeniker im 20. Jahrhundert.
»Protestantisches Abenteuer« – so bezeichnete der österreichische Theologe Wilhelm Dantine vor gut vierzig Jahren die Situation und den Auftrag einer evangelischen Kirche in der Diaspora Europas. Von daher versucht er Antworten auf die Fragen: Was ist der besondere Auftrag einer solchen Kirche? Welchen Standort nimmt sie ein im Dialog in der Ökumene, mit Religionen und Weltanschauungen? Was ist ihre Aufgabe in Gesellschaft, Kultur, Recht und Politik?Minderheitskirchen stehen in der Versuchung, ein frommes Ghetto zu bilden. Wilhelm Dantine wird nicht müde, vor dieser Versuchung zu warnen und geißelt das fromme Ghetto als religiösen »Trachtenverein«. Er hat einen anderen Weg gewiesen: eine offene, dialogbereite und gesprächsfähige Kirche, die für die Anliegen der Menschen da sein will.
Wilhelm Dantine
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