Vom kreativen und spielerischen Umgang mit der Gewalt.
Gewalt scheint überall präsent zu sein. Gewalt ist in der menschlichen Natur angelegt und lässt sich nur bedingt eindämmen, niemals aber ganz auslöschen. Wie ist ein friedliches Miteinander der Menschen auf diesem Hintergrund überhaupt möglich? Cornelia Isler-Kerényi findet eine Antwort in der griechischen Vasenmalerei des 6. Jahrhunderts v. Chr. Hier stößt sie auf Satyr, eine die sexuelle Gewalt verkörpernde Gestalt, die meist im Gefolge des wohlwollenden Gottes Dionysos auftaucht. Die Autorin verfolgt Satyrs Spuren von seinem ersten Erscheinen in der Kunst bis zum Satirespiel. Sie entdeckt, dass es der griechischen Gesellschaft gelang, Gewalt auf spielerische und kreative Weise in die Gesellschaft zu integrieren.
Cornelia Isler-Kerényi
Dr. Cornelia Isler-Kerényi ist Archäologin und Kulturgeschichtlerin. Sie hat in der Schweiz, Italien und Frankreich gelehrt und zahlreiche Studien zur antiken Kunst und Religion veröffentlicht.
Griechenland (Altertum) Griechenland /Alte Geschichte Satyr Vasenmalerei