Die französischen Religionskriege (1559–1598) in der Wahrnehmung Italiens und Deutschlands.
Wie wurden die französischen Religionskriege (1559–1598) in den Regierungen Italiens und Deutschlands wahrgenommen? Am Beispiel von Savoyen-Piemont und der Kurpfalz geht Cornel Zwierlein dieser Frage im Rahmen der vorliegenden Vergleichs- und Beziehungsgeschichte zur politischen Kommunikation nach. Er vergleicht dazu die Denkrahmen, wie sie sich in den Entscheidungsfindungsprozessen in Italien unter dem Stichwort »discorso« und Deutschland unter dem Stichwort »Lex Dei« manifestierten und weist daran die Osmose zwischen der zeitgenössischen politischen Theorie und der jeweiligen Praxis politischer Entscheidungen nach. Unter dem Stichwort »Europäisierung« betrachtet der Autor schließlich die komplexen Transfer- und Entwicklungsprozesse im Dreieck Frankreich – Italien – Deutschland.
Cornel Zwierlein
PD Dr. habil. Cornel Zwierlein lehrt und forscht auf einer Heisenberg-Stelle am Friedrich-Meinecke-Institut für Geschichte der Freien Universität Berlin.
Geschichte/Mittelalter Geschichtstheorie Machiavelli, Niccolò Diskurs Begriff Rezeption Savoyen Hugenottenkriege Südwestdeutschland Propaganda