Kleine Lüge, große Wirkung.
Der Stoff, aus dem die Thriller sind. Ab 13.
Arthur wird schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert - ein Autounfall mit Fahrerflucht. Oder ist etwas daran an der Geschichte, die Arthur einem aufdringlichen Unfallreporter auftischt? Demnach sei es gar kein Unfall, sondern ein Mordanschlag gewesen, denn Arthur sei Zeuge eines schrecklichen Verbrechens geworden und die Verbrecher wollten ihn nun für immer zum Schweigen bringen. Und tatsächlich: In der Nähe des Unfallortes ist ein Mord passiert.
Autorenporträt:
Manfred Witte, 1940 geboren, lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in der Nähe von Hannover. Seine große Liebe gehört der Kriminalliteratur, als Leser, vor allem aber auch als Autor: Mit seinen Alte-Dame-Krimis hat er seine bisher größten Erfolge gefeiert. Vom Krimi ist der Weg zum Thriller nicht weit, wie seine letzten beiden Thienemann-Bücher, "Antonias Verdacht" und "Arthurs Alptraum" zeigen.
Leseprobe:
Pass auf dich auf!, hat Kommissar Schmidt gemeint, und ich soll ihn anrufen, wenn ich. Aber ich kann ihm doch nichts anderes sagen, als ich ihm schon gesagt habe! Arthur merkte selbst, dass seine Gedanken zerfaserten. In alle möglichen Richtungen sprangen sie, er kriegte sie einfach nicht gesammelt. Ihm war schwindlig und übel. Es kostete ihn beinahe Überwindung, den Lokalteil der Zeitung aufzuschlagen. Mit zitternden Fingern blätterte er die Seiten um. Was er dann schließlich las, übertraf seine ärgsten Befürchtungen:
"Grausiger Fund nach Brand im ehemaligen Hotel
Im Keller des bis auf die Grundmauern niedergebrannten "Hotel des Roses" entdeckte die Feuerwehr nach Abschluss der Löscharbeiten einen stark verkohlten Leichnam. Zunächst war angenommen worden, dass in dem seit langem leer stehenden Gebäude niemand sich zur Zeit des Brandes aufgehalten habe. Umso größer war dann die Betroffenheit über den schrecklichen Fund. Nach Auskunft der Polizei handelt es sich um die Leiche eines Mannes. Hinweise auf seine Identität sowie auf die Todesursache erhofft man sich von der auf heute Vormittag angesetzten Obduktion. Nach bisherigen Ermittlungen brach das Feuer gegen 16 Uhr 30 aus. Seine rasche Ausbreitung lässt nach Auffassung der Kriminalpolizei auf Brandstiftung schließen. Bestärkt wird dieser Verdacht durch die Aussage eines sechzehnjährigen Schülers, der nahezu zeitgleich mit dem Ausbruch des Feuers auf der Georgstraße angefahren wurde. Der Fahrer des PKW flüchtete, ohne sich um den Schwerverletzten zu kümmern. Wie der Schüler einem Reporter der Zeitung anvertraute, sei es kein Unfall gewesen. Man habe vielmehr versucht, ihn auszuschalten. "Ich war Zeuge eines grauenvollen Verbrechens", sagte der völlig verstört wirkende junge Mann wörtlich. Was das war, wollte er nicht sagen. Er deutete jedoch an, dass es im Zusammenhang mit dem "Hotel des Roses" stehe. Die Staatsanwaltschaft."
Manfred Witte