Seit Jahrzehnten befinden sich die Sozial- und Geisteswissenschaften auf dem »Post«-Weg. Bewegungen wie Postmoderne, Poststrukturalismus und Postkolonialismus haben Epoche gemacht, und die Liste, auf der bereits Wörter wie postheroisch, postdramatisch, posttraumatisch, postsozialistisch, postliberal und postfaktisch verzeichnet sind, wird ständig länger. Die Beiträge dieses Bandes (u. a. von Philipp Felsch, Eva Geulen, Bonnie Honig, Axel Honneth, Eva Illouz, Albrecht Koschorke, Christoph Menke, Melanie Möller, Robert Pippin und Philipp Sarasin) befassen sich mit der Erfolgsgeschichte der Postismen und analysieren die Licht- und Schattenseiten des Nach-Denkens anhand prominenter Fallbeispiele.
Dieter Thomä
Dieter Thomä, geboren 1959, ist emeritierter Professor für Philosophie an der Universität St. Gallen.1996 erhielt er den Joseph-Roth-Preis für internationale Publizistik (Preis für Essayistik). Sein Buch Puer robustus stand 2017 auf der Shortlist des Tractatus-Preises.
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