Fortsetzung eines Grundlagenwerks zur Semantik der Gegenwart
2004 erschien das Glossar der Gegenwart. Insgesamt 44 Einträge untersuchten, so die Herausgeber:innen damals, »Konzepte von ›mittlerer Reichweite‹, aber hoher strategischer Funktion, die in den aktuellen Debatten eine Schlüsselstellung einnehmen«.
Zwanzig Jahre später, nach der Weltfinanzkrise und im Zeichen des Aufstiegs rechtspopulistischer Parteien sowie der inzwischen deutlich spürbaren Auswirkungen des Klimawandels, ist es Zeit für ein Update. Die Zeitgenoss:innen von heute erkennen sich in neuen Leitbegriffen wieder: »Disruption« an die Stelle von »Normalität«, »das Planetare« löst »Globalisierung« ab, »Resilienz« ersetzt »Prävention«. Andere Begriffe wie »Dekolonisierung« oder »postfaktisch« haben keine Entsprechung im Vorläuferband. Die für die 2.0-Version des Glossars verfassten Beiträge sind Sonden zur Ermittlung des Selbstverständnisses unserer Gegenwart.
Thomas Lemke
Thomas Lemke ist Professor für Soziologie mit dem Schwerpunkt Biotechnologie, Natur und Gesellschaft am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Digitalisierung Grundbegriffe Politische Kultur Politische Sprache Populismus Transformation Zeitenwende edition suhrkamp 2843 ES 2843 ES2843
»Dieses Glossar trägt zu einem besseren Verständnis der Gegenwart bei ...«
Julian Müller ()
»Die Interpretation und Beurteilung der begrifflich geronnenen Wahrnehmungsverschiebungen ... sind ausgesprochen lesenswert, weil sie manches Stereotyp gegen den Strich bürsten.«
Florian Grotz ()
»[Mit Glossar der Gegenwart 2.0] ist es leicht einen Überblick auf bestimmende Begriffe zu haben.«
Tobias Prüwer ()
»Außerordentlich leser*innenfreundlich verfasst, bietet das Glossar der Gegenwart 2.0 auch Personen ohne soziologisches Vorwissen einen niedrigschwelligen Zugang zu zentralen Schlüsselbegriffen unserer Zeit.«
Karl Homuth ()
»... ein faszinierendes Bild, das aktuelle gesellschaftliche Krisen und Entwicklungen mit politisch-theoretischen Reflexionen verbindet und damit ein wertvolles Instrument auch für politikwissenschaftliche Analyse, für kulturelle Diskursforschung und für ein Verständnis davon liefert, wie Begriffe Machtverhältnisse strukturieren und umgekehrt.«
Prof. Dr. Johannes Varwick ()