Paula Bloom kehrt nach ihrer Ausbildung in Camp Ritchie, Maryland als amerikanische Besatzungsoffizierin in ein zerstörtes und gebrochenes Deutschland zurück, das sie vor neun Jahren über Nacht verlassen hatte. Als Tochter eines amerikanischen Geschäftsmannes führte sie im Berlin der Nazizeit ein Leben im goldenen Käfig. Ein Leben, das eine Lüge war. Jetzt glaubt Paula, dass sie niemals vergeben kann. Nicht den Deutschen. Und nicht sich selbst.
Während in Nürnberg über die Hauptkriegsverbrecher gerichtet wird, arbeitet man in einem Camp der US-Army nahe Frankfurt längst wieder mit Nazitätern zusammen. Im Maschinenraum des Kalten Krieges haben Pragmatiker das Sagen, an deren Zynismus Paula verzweifelt. Hier trifft sie auf Johann Kupfer, einen österreichischen Juden, der den Amerikanern seine Dienste anbietet. Er behauptet, der größte Spion des Zweiten Weltkriegs gewesen zu sein. Paula soll herausfinden, ob das die Wahrheit ist. Doch wer die Wahrheit sucht, muss sie auch ertragen.
In einem Roman von ungeheurer erzählerischer Wucht schreibt Pflüger über Schuld und Scham, aber auch über Hoffnung und die Kraft der Liebe.
Andreas Pflüger
Andreas Pflüger wurde im Oktober 1957 geboren. Er ist Saarländer und lebt seit vielen Jahren in Berlin. Sein umfangreiches Werk umfasst Dokumentarfilme, Arbeiten für das Theater, Hörspiele, Drehbücher sowie Romane. Pflüger setzt sich literarisch auf eine hochspannende Weise mit der Geheimdienstwelt auseinander und schöpft dabei aus einem verblüffenden Insiderwissen. Seine Romane wurden vielfach ausgezeichnet; zuletzt erhielt er 2025 für Kälter seinen dritten Deutschen Krimipreis.
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»Der Roman strotzt vor Prominenz von Riefenstahl bis Kissinger, ist penibel recherchiert und grandios erzählt.«
Elmar Krekeler ()
»Pflüger hat sein eigenes Amalgam aus Fakten und Fiktion verfertigt. Hochverdichtete, gut gebaute Szenen. Direkt mitten hinein und schnell wieder hinaus.«
Peter Körte ()
»Es ist, ein Buch, wie es noch keines gab, endlich Der Große Deutsche Schuld Roman. Pflüger ist fucking Breitwand.«
Alf Mayer ()
»Pflüger seziert das Mitläufertum ebenso wie die vielen Spielarten der Grausamkeit, zu denen die Männer und Frauen an den Schaltstellen des Dritten Reichs fähig waren.«
Doris Kraus ()
»Erzählerisch überwältigend.«
Emmanuel van Stein ()
»Ein Kraftwerk von einem Roman.«
Martin Gaiser ()
»Es gelingt Pflüger, Zeitgeschichte fesselnd aufzubereiten. Durch seine schnelle, in manchen Teilen aberwitzige Wortakrobatik verleiht er dem Roman neben atemloser Spannung noch zusätzlich eine enorme Sprachwucht. Ein großartiges Buch!«
Andreas Wallentin ()
»Scharfsinniger Mix aus Fakten und Fiktion, glänzend geschrieben.«
Günter Keil ()
»Ein packendes Buch, das tief in die Abgründe der deutschen Nachkriegsgeschichte vordringt.«
Andrea Gerk ()
»Literarisches Können, Poesie, deutsche Schuld: eine Mischung aus Fakt und Fiktion, die nur Pflüger beherrscht.«
Gert Scobel ()
»Kaum ein Autor kennt die Gesetze und inneren Strukturen der internationalen Geheimdienste so gut wie Andreas Pflüger – und kann so brillant darüber schreiben.«
Hans-Ludwig Zachert ()