Eine pointierte, harte, rhythmische Diktion zeichnet Valzhyna Morts Poesie aus. Ihr Ton hat etwas Unerbittliches. Mit Belarus, dem Land ihrer Herkunft, in dem die Stille auch die Stille ist, die über Gräberfeldern liegt, wird sie nicht fertig. In einer Stadt aufgewachsen zu sein, in der »Straßen die Namen von Mördern« tragen – das kontaminiert die Erinnerung. Nur weil man »sie mal mit einem Skalpell in der Hand gesehen hat, glauben manche schon, dass die Zeit Wunden heilt«.
Valzhyna Mort
Valzhyna Mort, 1981 in Minsk geboren, graduierte an der Minsk State Linguistic University im Fach Englisch. Sie lebt seit vielen Jahren in Washington, D.C., und lehrt an der Cornell University.
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»Gedichte, die sich einem einschreiben, unter die Haut gehen bis ins Mark.«
Ronya Othmann ()
»Was die Sprecherin der Gedichte findet, sind Spuren der Großelterngeneration und Spuren ihrer eigenen Kindheit, Gedächtnissplitter, zu denen die Stimmen der Toten genauso gehören wie der Geruch von Äpfeln und Schokolade. ... [Valzhyna Mort] gelingt es, ganze Kindheitsatmosphären aufzuspannen – ohne je der Illusion von Unmittelbarkeit zu verfallen, vielmehr halten die Verse das labile Verhältnis von Nähe und Distanz bewusst.«
Nico Bleutge ()
»Wir als Leser aber dürfen dankbar sein für diese sprachmächtigen Zeugnisse einer grossen Lyrikerin.«
Ilma Rakusa ()
»Aus solchem Hin- und Hergleiten zwischen Sprach- und Erfahrungsreichen schöpfe Mort poetische Kraft, sagt sie. Ihre Sprünge sind graziös. Für die deutsche Publikation wurden die Gedichte wechselweise aus beiden Sprachen übersetzt ... Ein großartiges Zusammenspiel.«
Marie Luise Knott ()
»Valzhyna Mort macht aus den Wunden ihres Landes kraftvolle Gedichte.«
Christian Wollin ()
»Gedichte für Tagträumer und verlorene Seelen.«
Paulina Czienskowski ()
»Musik für die Toten und Auferstandenen ist Poesie. Aber auch ein starkes politisches Statement.«
Mirko Schwanitz ()
»Ihre Einsichten sind klug, auf den Punkt ...«
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