Zwei junge Menschen, noch keine zwanzig: er ein Hamburger Schlaks aus gutbürgerlicher Familie; sie mit den dunklen Augen und dem unbefangenen Lachen, Tochter eines Wiener Zeitungsangestellten. Sie begegnen sich, sie arbeiten miteinander, sie verlieben sich – unter außergewöhnlichen Umständen. Im Sommer 1938 bereiten sich Lissy Harb und Ron Berend auf einem Landgut in Brandenburg auf ihre Ausreise nach Palästina vor; es ist eines von mehreren jüdischen Landwerken, in denen sich Jugendliche für das harte Leben im Kibbuz rüsten. Sie alle eint das Ziel, dem Terror zu entkommen, ihre einzige Hoffnung ist die Ausreiseerlaubnis …
Sommer in Brandenburg erzählt von der berührenden Beziehung zweier Menschen in einem fast idyllisch anmutenden kleinen Kosmos. Doch die Außenwelt macht sich in zunehmend barbarischer Weise bemerkbar. Wie ist eine Liebe zu leben, wenn die Spielräume immer kleiner werden?
Urs Faes
Urs Faes, 1947 geboren, lebt und arbeitet in Zürich. Seine Werke wurden vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Schweizerischen Schillerpreis und dem Zolliker Kunstpreis. Seine Romane Paarbildung und Halt auf Verlangen standen auf der Shortlist für den Schweizer Buchpreis.
Brandenburg Geschichte Erzählung Erzählungen Judenverfolgung Nationalsozialismus Roman Romane Anerkennungsbeitrag Literatur des Kantons Zürich 2014 Deutschland Kulturelle Auszeichnung der Stadt Zürich 2017 Kulturelle Auszeichnung der Stadt Zürich 2021 Mitteleuropa Nordostdeutschland ST 4611
»Seiner spezifischen Erzähltechnik, seinem eigentlichen schriftstellerischen Anliegen ist Urs Faes auch in diesem Roman treu geblieben.«
Charles Linsmayer ()
»In Urs Faes' Prosa glüht die Liebe dunkel und melancholisch wie bei einem García Márquez.«
Malte Herwig ()
»Sommer in Brandenburg ein so spannender wie nachdenklicher, sprachlich fein gearbeiteter Liebesroman und zugleich ein herausragender Beitrag für einen neuen Modus des erinnernden Erzählens in Zeiten des Verschwindens der Zeitzeugenschaft.«
Anselm Weidner ()
»Urs Faes verleiht den Erinnerungen und Bildern aus dem Gestern eine Lebendigkeit, die sich ›erzählen‹ und ›nacherzählen‹ lässt.«
Theodora Peter ()
»Mit lyrischer Intensität fängt Faes die Landschaft rund um das Landwerk ein, sensibel für jedenFlügelschlag, für die Zeichen einer von Menschengeschichte unberührten und ungerührten zyklischen Zeit der Natur. ... sprachlich feinfühlig und dicht.«
Bettina Kugler ()
»Der Schweizer Schriftsteller Urs Faes vermag es mit seiner prägnanten und einfühlsamen Erzählkunst, in kurzen pointierten Sätzen eine atmosphärische Dichte zu schaffen und zugleich die faktischen Umstände wie nebenbei in die fiktiven Handlungsstränge und Dialoge einzuflechten.«
Hartmut F. Reck ()
»Urs Faes' positiv erschütterndes Buch erscheint dem Leser mit seinen zahlreichen unvergesslichen Gestalten und intensiv gezeichneten Stimmungsbildern ähnlich unmittelbar und kostbar wie eine eigene prägende Zeit.«
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»Wie Faes in diesem Text Poesie, Hoffnung, Liebe, Schmerz und Melancholie verschwistert, rührt so an, dass man dieses Buch wieder und wieder lesen möchte.
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Uwe Stiehler ()