Dirk Baecker Baecker Digitalisierung

Digitalisierung

von Dirk Baecker

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Beschreibung

Es ist die Gesellschaft, die einen Strich durch die Digitalisierung macht. Aber was bedeutet dieser Strich? Man kann ihn sehen, aber nicht lesen. Er verweist auf die bei jeder Digitalisierung analog mitlaufende und ebenso kontinuierliche wie widerständige Wirklichkeit. Gesellschaft und Bewusstsein, Körper und Geist operieren nach eigenen Regeln. Was passiert, wenn digitale Daten in eine analoge Wirklichkeit zurückgespielt werden? Dirk Baecker erprobt in seinem neuen Buch eine Theorie digitaler Medien aus sozialwissenschaftlicher Sicht. Lernende Daten und prädiktive Modelle stehen im Zentrum seines tiefschürfenden Versuchs, unsere Kommunikation mit Rechnern zu beschreiben.

Im Fluchtpunkt von Baeckers Analyse steht ein Begriff der Stochastik, der aktuelle Programme der künstlichen Intelligenz ebenso erfasst wie die Gesellschaft und ihre Theorie. Stochastik ist demnach nicht nur die Lehre von Wahrscheinlichkeiten, eine Art »Theorie« der Statistik, sondern darüber hinaus eine Lehre vom Wirklichkeitsgewinn aus der Verknüpfung von Zufällen mit Zufällen. Baeckers originelle Bestandsaufnahme der Digitalisierung führt uns mitten hinein in eine Verständigung der Gesellschaft über sich selbst – und mit einer neuen, »fremden Intelligenz«, die wir noch kaum begriffen haben.




Autor*in

Dirk Baecker
Dirk Baecker wurde 1955 in Karlsruhe geboren. Nach seinem Studium der Soziologie in Köln und Paris promovierte und habilitierte er 1986-1992 im Fach Soziologie bei Niklas Luhmann an der Universität Bielefeld. Er erhielt das Heisenberg Stipendium von der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Nach Forschungsaufenthalten an der Stanford University in Palo Alto (Kalifornien), der Johns Hopkins University in Baltimore und der »London School of Economics and Political Sciences« wurde Baecker 1996 an die Universität Witten/Herdecke berufen, wo er den Lehrstuhl für Soziologie inne hatte. Anschließend war Dirk Baecker Professor für Kulturtheorie und -analyse an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen und kehrte 2015 als Professor für Kulturtheorie und Management an die Universität Witten/Herdecke zurück. Seit 2022 ist Dirk Baecker Seniorprofessor für Organisations- und Gesellschaftstheorie an der Zeppelin Universität.

Themen in »Digitalisierung«

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Stimmen zu »Digitalisierung«

»Der besondere Ertrag des Buches liegt darin, mit dem systemtheoretisch geschulten Blick Paradoxien sichtbar zu machen, die der konventionellen Beobachtung verborgen bleiben.«
Alexander Schwitteck ()

»Der besondere Ertrag des Buches liegt darin, mit dem systemtheoretisch geschulten Blick Paradoxien sichtbar zu machen, die der konventionellen Beobachtung verborgen bleiben.«
Alexander Schwitteck ()

»Wer mit der systemtheoretischen Theoriearchitektur und ihrer Terminologie vertraut ist, wird mit diesem Buch viel Freude haben. Für alle anderen ist das hervorragend geschriebene Buch eine Art Selbstbildungsroman, der in die luftigen Höhen der systemtheoretischen Abstraktion führen kann.«
Markus Steinmayr ()

»[E]in Theoriebuch ..., das seinen Namen verdient: Präzise ausgearbeitete Begriffe, hochabstrakte Zusammenhänge ...«
Hannah Schmidt-Ott ()

»Vor dem Hintergrund der Beobachtung, dass die Künstliche Intelligenz immer auch ein Spiegel der Gesellschaft ist, gelingt es Baecker eindrucksvoll, das Unbehagen an der Digitalisierung zu erkunden und eine soziologische Antwort auf die Frage zu geben, warum die Entwicklung der Gesellschaft bereits heute eng an die Entwicklung Künstlicher Intelligenz gekoppelt ist.«
Leander Scholz ()

»... [B]ei der Lektüre [kristallisiert sich] ein Deutungsrahmen heraus, der unseren Blick auf das Digitale verändern kann, womöglich sogar nachhaltig.«
Sybille Krämer ()

»Der Soziologe Dirk Baecker versteht es mit jedem Buch, ein viel diskutiertes Thema so auszuleuchten, dass man es völlig neu sieht und das Gefühl hat, es erstmals auch richtig einzuordnen.«
Gert Scobel ()

Details

ISBN: 9783518588482
Verlag: Suhrkamp
Erscheinung: 18.02.2026

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