Regeln ordnen fast jeden Aspekt unseres Lebens. Sie legen unsere Arbeitszeiten fest, bestimmen unser Verhalten im Straßenverkehr und ob es angebracht ist, zur Begrüßung die Hand zu geben oder die Wange hinzuhalten. Regeln organisieren die Riten des Lebens von der Geburt bis zum Tod. Nicht alle Regeln, die wir haben, mögen uns gefallen, und manche, die uns abgehen, sehnen wir herbei. Doch keine Kultur kann ohne sie auskommen.
In ihrem reich bebilderten Buch zeichnet die Historikerin Lorraine Daston nach, wie sich Regeln in der westlichen Tradition seit der Antike entwickelt haben. Sie dokumentiert deren verwirrende Vielfalt anhand einer Fülle von Beispielen – von juristischen Traktaten über Militärhandbücher bis hin zu Kochrezepten –, entdeckt aber auch, dass es nur wenige Grundarten gibt, die über die Zeiten Bestand hatten: Algorithmen, Gesetze und Modelle. Und sie zeigt, wann Regeln funktionieren, wie sie sich verändern können und warum einige philosophische Fragen zu Regeln so alt sind wie die Philosophie selbst, andere hingegen so modern wie Rechenmaschinen. Ein souverän geschriebenes, fesselndes Buch über die Zwänge, die uns leiten – ob wir es wissen oder nicht.
Lorraine Daston
Lorraine Daston, geboren 1951, war bis zu ihrer Emeritierung 2019 Direktorin am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin.
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»Grundsätzlich hält sich die Neuzeithistorikerin
eher mit großen
Thesen zurück. Ihr Denken lebt
vielmehr vom genauen Quellenstudium. ... Sie erzählt detailliert, wie von
der Antike über Aufklärung und
Neuzeit bis in die Moderne gearbeitet,
gelernt und Wissen für
künftige Generationen festgehalten
wurde.«
Eva Murašov ()
»... sehr erhellend, und zwar sowohl was die Zubereitung von Pudding angeht als auch das Völkerrecht im Krieg.«
Hannah Lühmann ()
»Zwischen Regelfolgen und Regelbruch steckt so manche emotionale Diskussion. Dieses Buch liefert dafür aufschlussreiche Grundlagen.«
Sibylle Anderl ()
»Faszinierend. Daston schreibt mit augenzwinkerndem Esprit.«
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»Ein schönes Buch für unruhige Zeiten. ... Am Ende von Dastons Buch stellt sich ein Gefühl der Klarheit darüber ein, wie über Regeln zu denken ist, aber auch ein Anflug milder Verzweiflung darüber, auf welche Art von Regeln man hoffen kann.«
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»Ein souverän geschriebenes, fesselndes Buch über die Zwänge, die uns leiten – ob wir es wissen oder nicht. Genial.«
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»Regeln ist ein Meisterwerk: klar wie ein Glockenspiel, prägnant argumentiert, schön geschrieben und brillant witzig. ... Die Leserinnen und Leser werden auf fast jeder Seite erhellende Überraschungen finden. Ich hatte nur einen einzigen Kritikpunkt an diesem großartigen Buch: Ich wollte nicht, dass es zu Ende geht.«
Susan Neiman ()