Dieses Buch verhilft einem in Vergessenheit geratenen Störenfried – vielleicht dem Störenfried par excellence – zu einem großen Comeback: dem puer robustus, dem kräftigen Knaben, der auf eigene Faust handelt, sich nicht an die Regeln hält, der aneckt, aufbegehrt und auch mal zuschlägt. Als Unhold oder Held, Schreck- oder Leitbild hatte er über drei Jahrhunderte hinweg die Gemüter großer Dichter und Denker erhitzt. Hobbes und Rousseau, Schiller und Hugo, Diderot und Tocqueville, Marx, Freud, Carl Schmitt und viele andere sahen in ihm sogar eine Schlüsselfigur, an der sich ein Zentralproblem der politischen Philosophie entscheidet: das Verhältnis von Ordnung und Störung.
Auch heute steht die Zukunft der modernen Gesellschaft auf dem Spiel. Und nach wie vor entscheidet sie sich nicht im Zentrum der Macht, sondern an den Rändern, wo die Krisen ausgefochten werden. Dort – an der Schwelle zur Ordnung – tummeln sich Trittbrettfahrer und Quertreiber, Eigenbrötler und Rebellen, und hinter ihnen allen steckt der puer robustus. Höchste Zeit also, ihn mit Dieter Thomä wiederzuentdecken, der in seiner fabelhaften philosophischen Abenteuergeschichte zeigt, was von diesem Kerl zu halten ist.
Dieter Thomä
Dieter Thomä, geboren 1959, ist emeritierter Professor für Philosophie an der Universität St. Gallen.1996 erhielt er den Joseph-Roth-Preis für internationale Publizistik (Preis für Essayistik). Sein Buch Puer robustus stand 2017 auf der Shortlist des Tractatus-Preises.
Held Moderne Rebell Schurke Unhold Zentralfigur
»Dieter Thomäs Puer Robustus ist ein großer Wurf.«
Arno Widmann ()
»›Puer robustus‹ … man kann in ihm auch, wie der Philosoph Dieter Thomä es in seiner fulminanten Studie tut, das Lebenselixier sehen für eine streitfähige, wandelbare Gesellschaft. Insofern ist dieses Buch hochaktuell.«
Angela Gutzeit ()
»Dieter Thomä erzählt eine Abenteuergeschichte über Störenfriede der gesellschaftlichen Ordnung. … Zudem gelingt es Thomä, diese wahrhaft abenteuerliche Geschichte spannend zu erzählen.«
Thorsten Jantschek ()
»... ein grandioses Buch ... eine vergnügliche Tour d'horizon ... wunderbar leichtfüßig ...«
Tilman Allert ()
»... ein verschlungener, pointenreicher, durchaus im guten Sinne detailversessener Essay.«
Adam Soboczynski ()
» ... gute These, interessant entwickelt, gutes Buch.«
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»Dieter Thomäs Erörterung liest sich wie ein Abenteuerroman …«
Harald Loch ()
»Mit unprätentiöser Gelehrsamkeit bleibt Thomä über 700 Seiten auf sein Thema bezogen und legt eine faszinierende Geschichte der politischen Philosophie nach Thomas Hobbes und zugleich eine Theorie des politischen Abweichlers vor. Ein großer Wurf!«
Florian Baranyi ()