Lea Ypi Ypi Aufrecht

Aufrecht

von Lea Ypi

Überleben im Zeitalter der Extreme

EUR 16,00

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Beschreibung

Als Lea Ypi im Internet ein Foto entdeckt, das ihre Großeltern 1941 im Schnee im italienischen Cortina zeigt, fragt sie sich, was sie wirklich über ihre Familie weiß. Warum sprach ihre Großmutter Leman, genannt Nini, Französisch, obwohl sie in Saloniki als Enkelin eines Würdenträgers aufwuchs? Warum verließ sie als junge Frau Griechenland und ging allein nach Tirana? Wie lernte sie ihren Mann Asllan kennen, der bald für Jahre in einer »Universität« des Regimes verschwand? Lea Ypi reist an die Orte von Lemans Leben und rekonstruiert es anhand von Archivalien, Akten und Anekdoten. Gebannt folgt man ihr in die untergegangene Welt der osmanischen Aristokratie, an die Wiege der neuen Nationalstaaten auf dem Balkan bis nach Albanien unter faschistischer Besatzung und kommunistischer Herrschaft. Fesselnd und mit unnachahmlichem Ton erzählt Ypi in Aufrecht von den Wendepunkten eines Lebens in extremen Zeiten, von Liebe und Verrat und von Entscheidungen gegen den Strom der Geschichte. Eine ergreifende Familiensaga und ein Plädoyer für Wahrhaftigkeit und Erinnerung.




Autor*in

Lea Ypi
Lea Ypi, geboren 1979 in Tirana, Albanien, ist Professorin für Politische Theorie an der London School of Economics, Mitglied der British Academy und der Academia Europaea sowie Permanent Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Sie hat unter anderem in Paris, Oxford, Stanford, Berlin und Frankfurt am Main geforscht und gelehrt, regelmäßig schreibt sie für The Guardian. Ihr autobiographisches Sachbuch Frei, das in mehr als 35 Sprachen vorliegt, gewann den renommierten Ondaatje Prize sowie den Slightly Foxed First Biography Prize. Außerdem wurde es für die Bühne adaptiert.

Themen in »Aufrecht«

Albanien Balkan Zweiter Weltkrieg Kommunismus frei Osmanisches Reich Xhafer Ypi Familiensaga Bürgerkrieg Cortina d’Ampezzo Empire Enkelin Familiengeschichte Geheimpolizei Griechenland

Stimmen zu »Aufrecht«

»Philosophin Ypi rekonstruiert geistreich erzählend aus Archivfunden und Familienerinnerungen das Leben ihrer Großmutter, zwischen dem Osmanischem Reich und dem sozialistischen Albanien.«
Nina Apin ()

»[Ein] anschauliches Epochenpanorama ...«
Marianna Lieder ()

»[Ypis] Recherchen führen in etliche Archive und tief in die Geschichte Südosteuropas. Das Buch lässt aber vor allem auch in den Kopf der Autorin blicken, die ... geistreich danach fragt, wen oder was man eigentlich zu fassen bekommt, wenn man in Akten der Vergangenheit nachspürt.«
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»Das Buch ist eine Mischung aus Fiktion, Kant-Seminar und historischer Recherche. Und es gibt wohl keine Autorin, die diese Mischung so gekonnt servieren kann wie Lea Ypi.«
Gina Bucher ()

»... die Geschichte, die Lea Ypi zu erzählen hat, [ist] unschlagbar.«
Marie Schmidt ()

»Mühelos verbindet [Ypi] historische Ereignisse mit individuellen Erlebnissen. ... Aufrecht ist bemerkenswert schlackenlos und fesselnd.«
Jörg Plath ()

»Lea Ypi will das ›wahre‹ Leben ihrer Grossmutter ... ergründen. Ihre Recherchen führen in etliche Archive und tief in die Geschichte Südosteuropas. Das Buch lässt aber vor allem auch in den Kopf der Autorin blicken, die ... geistreich danach fragt, wen oder was man eigentlich zu fassen bekommt, wenn man in Akten der Vergangenheit nachspürt.«
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»Lea Ypi hat mit Aufrecht ein berauschend schönes Memoir über ihre Großmutter und deren Leben zwischen Osmanischem Reich, Faschismus und Kommunismus geschrieben.«
Tania Martini ()

»... ein literarisch-philosophisches Experiment. Lea Ypi stürzt sich in ihre atemberaubende balkanische Familiengeschichte, die tief in den Tragödien des 20. Jahrhunderts wurzelt ... [Ein] packendes Hybrid aus Historienpanorama und Gedenkalbum.«
Alexander Cammann ()

»... eine bewegende Emanzipationsgeschichte, ein spannendes Geschichtsbuch und ein philosophisches Gedankenexperiment.«
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»Wie nah Lea Ypi ihrer realen Großmutter tatsächlich kommt, muss offen bleiben. Ihrer aus der Vorstellungskraft geborenen Heldin hat sie ein großartiges Denkmal gesetzt.«
Holger Heimann ()

»... ein spannendes Buch ...«
Fokke Joel ()

»Die Autorin und Philosophin Lea Ypi ... schildert ihre Reise nach Albanien und später auch Griechenland. Sie durchforstet Archive und stellt Fragen, und es sind vor allem die scheinbar beiläufigen Gespräche mit Menschen wie Taxifahrern, Grenzbeamten oder Bibliothekarinnen, die zeigen, wie die historischen Ereignisse heute noch prägen. Gleichzeitig erzählt sie lebhaft, klar und detailreich die Lebensgeschichte ihrer Großmutter Leman Ypi.«
Diana Köhler ()

»Lea Ypi berichtet in ihrem erschütternden Buch von den Mühlen des Totalitarismus, die im 20. Jahrhundert Millionen Menschen zermalmten.«
Günter Kaindlstorfer ()

»Ypi steht deutlich in der Tradition der europäischen Aufklärung, zwischen den Ansprüchen der Freiheit, für die Kant steht, und den Verführungen des großen Systems, für die Hegel steht, von dem sich später Marx inspirieren ließ. «
Bert Rebhandl ()

»Verführerisch und bewegend.«
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»Atemberaubend vielschichtig. Aufrecht spannt den Bogen vom Niedergang des Osmanischen Reiches über den Aufstieg des Faschismus in Europa bis hin zur Sowjetzeit.«
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»Nahezu einzigartig … Indem sie Fakten und Fiktion verwebt, zieht Ypi den Leser in ihren Bann.«
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»Wie Frauen in gefährlichen Zeiten ums Überleben kämpfen, ist eines der Themen in Ypis kühner neuer Veröffentlichung … Obwohl sie über den Instinkt einer Romanautorin für Dramaturgie und psychologische Nuancen verfügt, ist Aufrecht das Buch einer Philosophin.«
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»Aufrecht beantwortet viele der Fragen, die in Frei offengeblieben sind … Ein Triumph.«
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»Eine Balkan-Saga vom Feinsten.«
Dirk Schümer ()

»Weit ausgreifend und doch intim: Lea Ypis Aufrecht hat das Potenzial, zu einem der großen Bücher dieses Herbstes zu werden.«
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»[Ypi] erzählt in ergreifender Prosa vom Überleben im Zeitalter der Extreme.«
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»Eine magische literarische Meisterleistung und eines der bewegendsten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe.«
Stuart Jeffries ()

»[Das] gelingt hier Lea Ypi: Eine Rekonstruktion menschlicher Würde mithilfe des Erzählens[. Das ist die] Intention dieses bedeutenden und lehrreichen Buchs.«
Stephan Wackwitz ()

»Erschütternd und wichtig.«
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»Anhand von Familiengeschichten lassen sich die großen Strömungen eines Jahrhunderts erzählen. Wie kurzweilig, amüsant und erkenntnisreich das sein kann, beweist Lea Ypi ...«
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»Die gebürtige Albanerin verwebt die große Historie mit dem Schicksal ihrer Großmutter.«
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»Eine magische literarische Meisterleistung, eine Rekonstruktion menschlicher Würde!«
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»Lea Ypis essayistisches Memoir erzählt nicht nur ihre eigene Familiengeschichte, sondern erlaubt es den Leser:innen, auch ihre Familien in ein Verhältnis zu ihrer Erzählung zu setzen. Ein fantastisches Spiel zwischen Wahrheit und Vergangenheit, das Herz und Verstand berührt.«
L.A. Evans ()

»[Aufrecht] bietet eine fulminante herstory, einen Einblick in die Geschichte des Balkans in den letzten 100 Jahren, die aus einer dezidiert nicht kolonialen Perspektive die Biografien vor allem von Frauen in den Fokus nimmt.«
Andrea Wierich ()

»Lea Ypi ist eine dieser seltenen und wertvollen Denkerinnen, die durch die brillante Kraft ihres Erzählens historische Wahrheit ans Licht bringen. Ich habe Aufrecht mit derselben Ehrfurcht gelesen wie damals Middlemarch und Menschenkind. Ein Meisterwerk.«
Lyndsey Stonebridge ()

»Eine fesselnde Reise der Fantasie und der Sehnsucht und eine behutsame Enthüllung einer tief vergrabenen Geschichte.«
Philippe Sands ()

»Lea Ypi taucht tief in die vergessene Vergangenheit Europas ein, um herauszufinden, wem die Geschichte eines Lebens gehört und wer sie erzählen darf. Eine ergreifende Saga über staatliche Spitzeleien, zerrissene Familien und unsterbliche Loyalitäten und eine außergewöhnliche Reflexion darüber, wie Geschichte gemacht wird und was mit den Menschen passiert, die zurückgelassen werden.«
David Runciman ()

»Lea Ypi ist eine der wichtigsten Denkerinnen Europas.«
Paul Mason ()

Details

ISBN: 9783518475782
Verlag: Suhrkamp
Erscheinung: 13.10.2026

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