Proleterka ist ein großartig nuancierter und leise fesselnder, beklemmender Familienroman, geschrieben in einer kristallklaren Sprache, scharf, unbarmherzig und von unergründlicher Zartheit.
Eine Kreuzfahrt nach Griechenland: Für die fünfzehnjährige Erzählerin und ihren kranken Vater die vielleicht letzte Chance, Zeit miteinander zu verbringen. Zeit für die Tochter, diesen zeitlebens fremden, abwesenden und doch irgendwie geliebten Vater mit den eisblauen Augen kennenzulernen. Zeit, um ihre gierige, wütende Entdeckungslust auf das wirkliche Leben und erste sexuelle Erfahrungen voranzutreiben – außerhalb der sterilen Welt des Mädchenpensionats und unerreichbar für die Befehle der allmächtigen Mutter. Während die Proleterka Meile um Meile ihrem Ziel näher kommt, reist die Erinnerung des Mädchens in die Vergangenheit und fördert die stummen, abgedunkelten Räume einer einsamen Kindheit zu Tage.
Fleur Jaeggy
Fleur Jaeggy ist eine schweizerische und italienischsprachige Autorin, Ex-Model, Intellektuelle, Mystikerin, inzwischen etwas über 80 Jahre alt, ehemals enge Vertraute Ingeborg Bachmanns, Witwe des Adelphi-Verlegers Roberto Calasso, heute lebt sie weitgehend zurückgezogen in Mailand. Ihr weltweit gefeiertes Werk umfasst Romane, Erzählungen und Geschichten – beginnend mit Ich bin der Bruder von XX, wird es fortan vollständig im Suhrkamp Verlag erscheinen.
Literatur Tochter Vater Coming of age Kreuzfahrt Kindheit Verlassenheit Mädchenpensionat Vernachlässigung Sexualität Fremdheit literarisch Beziehungslosigkeit Familie Liebe
»Ihr interessantester Roman.«
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»Eine elegant strukturierte und berührende Studie über zerstörte Unschuld und verweigerte Liebe.«
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»Ein Buch der Extreme. Hier lodert Eiseskälte.«
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»Eine wunderbare, brillante, wilde Autorin.«
Susan Sontag ()
»Jaeggys Biografien sind Wunderkammern, jeder Satz ein Exponat, vor dem ich ganz erstaunt stehenbleibe.«
Dorothee Elmiger ()
»Ihre Sätze sind hart und kompakt, mehr Edelstein als Fleisch, ihr Stil ein unbestechlicher Kristall.«
Sheila Heti ()
»Danken wir den Göttern und dem Teufel für Fleur Jaeggy!«
Claire-Louise Bennett ()
»Man kann nur beeindruckt sein von Jaeggys spiritueller und ästhetischer Erhabenheit, die ihre Geschichten in ein so überzeugend klares Licht taucht.«
Sheila Heti ()
»Fleur Jaeggys Stift ist eine Graviernadel, die Wurzeln, Zweige und Äste des Baumes des Wahnsinns abbildet – ganz außerordentlich.«
Joseph Brodsky ()